15 Jahre Planung: Niedersachsens Geothermie-Projekt startet durch
Geothermie-Projekt in Niedersachsen nimmt nach 15 Jahren konkrete Formen an
Ein langfristig geplantes Geothermie-Vorhaben in Niedersachsen kommt nun voran: Nach 15 Jahren Vorbereitung soll eine stillgelegte Erdgasbohrung künftig Tausende Haushalte mit Wärme versorgen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt für die Energiewende in der Region.
Die Initiative startete 2008 und erhielt 2014 offizielle Anerkennung, als der Niedersächsische Landtag sie zum bundesweiten Pilotprojekt erklärte. Eine bestehende Bohrung, ursprünglich von ExxonMobil angelegt, wird nun für die Tiefengeothermie genutzt.
Das Land stellt für das Vorhaben 7,1 Millionen Euro bereit und übernimmt damit 90 Prozent der Kosten – das erste Mal, dass Niedersachsen Mittel für Tiefengeothermie bereitstellt. Ziel ist es, 30 Prozent des regionalen Wärmebedarfs zu decken und rund 5.000 Haushalte zu versorgen. Langfristig wird auch die Förderung von Lithium geprüft.
Die umgenutzte Bohrung soll bald eine nachhaltige Wärmequelle für die lokale Bevölkerung werden. Mit der Unterstützung des Landes setzt das Projekt Maßstäbe für künftige Geothermie-Projekte in Deutschland. Sein Erfolg könnte ähnliche Initiativen im ganzen Land anstoßen.
