30 Jahre PSU: Wie die Polizei NRW traumatisierte Beamte seit 1994 unterstützt
Amelie Schmidt30 Jahre PSU: Wie die Polizei NRW traumatisierte Beamte seit 1994 unterstützt
Psychosoziales Unterstützungsteam der Polizei NRW feiert 30-jähriges Jubiläum als erste Einheit Deutschlands
Das psychosoziale Unterstützungsteam der Polizei Nordrhein-Westfalen hat sein 30-jähriges Bestehen als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland begangen. Die 1994 gegründete Einheit, die Einsatzkräften nach traumatischen Erlebnissen zur Seite steht, bleibt eine unverzichtbare Stütze für Beamte. Bei der Jubiläumsfeier würdigte Innenminister Herbert Reul kürzlich die wichtige Arbeit des Teams.
Die als PSU (Psychosoziale Unterstützung) bekannte Einheit wurde 1994 ins Leben gerufen, um Polizeikräfte mit spezialisierter Betreuung zu versorgen. Zum Team gehören 13 Beamte und fünf Polizeiärzte, die nach dem SbE/CISM-Standard ausgebildet sind. Drei der aktuellen Mitglieder – Polizeidirektorin Nicole Pletha, Kriminaldirektor Stefan Winkler und Polizeioberrat Guido Bloch – sind im Märkischen Kreis im Einsatz.
Die PSU bietet rund um die Uhr Hilfe für Beamte an, die unter psychischer Belastung leiden – etwa nach schweren Unfällen, Schusswechseln oder Suiziden. Allein 2023 wurde das Team zu 130 Einsätzen gerufen und leistete den Betroffenen maßgeschneiderte Unterstützung.
Doch die Arbeit der Einheit beschränkt sich nicht auf akute Krisenintervention. Sie trägt auch langfristig zur Gesundheit und Professionalität der Einsatzkräfte bei. Durch frühzeitige Traumabewältigung stellt das Team sicher, dass die Beamten ihren Dienst weiterhin effektiv ausüben können.
Drei Jahrzehnte Engagement unterstreichen die Bedeutung der PSU innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei. Mit zertifizierten Fachkräften und einem 24/7-Betrieb bleibt das Team eine zentrale Säule für das Wohl der Beamten. Die Anerkennung durch Minister Reul zeigt, wie nachhaltig sich ihr Einsatz auswirkt.






