15 May 2026, 08:05

4.492 Elektrounfälle 2023: Branche startet Sicherheits-Offensive gegen tödliche Risiken

Ein Blatt Papier mit mehreren schwedischen Sicherheitsfeuerzeugen, das wie ein Feuerzeugbuch ähnelt und Details über die Feuerzeuge und ihren Inhalt enthält.

4.492 Elektrounfälle 2023: Branche startet Sicherheits-Offensive gegen tödliche Risiken

Neue Initiative für mehr Elektrosicherheit nach 4.492 Unfällen in Deutschland

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Nach 4.492 Arbeitsunfällen im Jahr 2023 – darunter drei tödliche Fälle – haben Branchenvertreter eine gemeinsame Offensive gestartet, um Risiken durch strengere Einhaltung bestehender Sicherheitsvorschriften zu verringern. Auslöser ist eine alarmierende Bilanz: Jeder dokumentierte Vorfall des vergangenen Jahres ging auf die Missachtung elementarer Schutzmaßnahmen zurück.

Am 12. Februar 2023 unterzeichneten der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) eine branchenweite Sicherheitsvereinbarung. Kern des Abkommens ist die konsequente Umsetzung der fünf grundlegenden Sicherheitsregeln, deren Nichteinhaltung bei sämtlichen gemeldeten Elektrounfällen 2023 eine Rolle spielte.

Die Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Gefahren: Bei 562 der 4.492 Vorfälle fielen Beschäftigte mindestens drei Arbeitstage aus. Zwar bewegt sich die jährliche Unfallzahl seit Jahren um die 4.000-Marke, doch die drei Todesfälle 2023 unterstreichen die Dramatik. Die BG ETEM, die vier Millionen Beschäftigte in 200.000 Unternehmen versichert, warnt vor anhaltend riskanten Arbeitsweisen.

Der ZVEH, der 48.225 Betriebe mit über einer halben Million Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 87,8 Milliarden Euro vertritt, unterstützt die Kampagne nachdrücklich. Die BG ETEM setzt auf Aufklärung durch Online-Marketing und Kooperationen mit Influencern. Jörg Botti, Vorstandsvorsitzender der BG ETEM, betont: „Sicherheitsmängel können tödlich enden.“Martin Böhm, ZVEH-Vizepräsident und BG-ETEM-Vorstandsmitglied, ergänzt: „Regelkonformes Arbeiten schützt nicht nur vor Verletzungen, sondern steigert auch die allgemeine Arbeitsqualität.“

Die Vereinbarung markiert einen koordinierten Vorstoß, um Unfälle durch Schließung von Compliance-Lücken zu reduzieren. Mit schärferen Kontrollen und breiterer Öffentlichkeitsarbeit wollen beide Organisationen die Fallzahlen in einer Branche senken, in der selbst kleine Nachlässigkeiten fatale Folgen haben können. Nun geht es darum, die Regeln auf jeder Baustelle und in jedem Betrieb konsequent umzusetzen.

Quelle