AfD-Veranstaltung in Düsseldorf: Proteste übertreffen Teilnehmerzahl der Partei
Anna SchmittAfD-Veranstaltung in Düsseldorf: Proteste übertreffen Teilnehmerzahl der Partei
Am Montagabend fand im Bachsaal des Düsseldorfer Bürgerhauses Bilk eine Podiumsdiskussion der AfD statt. Die unter dem Titel „Rettet die Remigration, um den Sozialstaat zu retten?“ veranstaltete Veranstaltung zählte die AfD-Politiker Maximilian Knerller und Marco Vogt zu ihren Gästen. Draußen versammelten sich derweil über hundert Demonstranten, die mit lautstarken und sichtbaren Protesten ihre Ablehnung kundtaten.
Die AfD-Veranstaltung stieß auf massiven Widerstand lokaler Gruppen. Das Bündnis Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ), die Omas gegen Rechts sowie zahlreiche Düsseldorfer Bürger beteiligten sich an der Gegenkundgebung unter dem Motto „Wir pfeifen die AfD ab!“. Die Protestierenden machten ihre Haltung mit anhaltendem Pfeifen und Sprechchören deutlich – besonders dann, wenn AfD-Mitglieder an den Fenstern erschienen.
Ein großes Polizeiaufgebot sorgte dafür, dass AfD-Anhänger das Gebäude weitgehend unbehelligt betreten konnten. Die Beamten hielten während der gesamten Veranstaltung die Ordnung aufrecht und verhinderten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern. Laut Polizeiberichten endete der Abend ohne Zwischenfälle.
Dieses Muster entspricht früheren AfD-Veranstaltungen in Düsseldorf, bei denen die Zahl der Gegendemonstranten stets die der eigenen Teilnehmer der Partei überstieg.
Die Veranstaltung verlief friedlich; es gab weder Festnahmen noch Störungen. Die Protestierenden hielten draußen vor dem Bachsaal eine laute, aber gewaltfreie Präsenz auf. Die Polizei bestätigte, dass sowohl die AfD-Diskussion als auch die Gegenproteste ohne Konflikte endeten.






