31 March 2026, 20:05

Afrikanische Schweinepest in NRW: Wildschweine bedrohen Schweinebestände

Plakat betitelt "Der Landkreis Wilts, das Gesetz über ansteckende Tierkrankheiten von 1878" warnt vor Schweinepest bei infizierten Tieren.

Afrikanische Schweinepest in NRW: Wildschweine bedrohen Schweinebestände

Afrikanische Schweinepest breitet sich unter Wildschweinen in deutschen Wäldern aus

Der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wurde vor etwa dreieinhalb Monaten in Kirchhundem im Kreis Olpe nachgewiesen. Seither arbeiten die Behörden daran, das Virus einzudämmen und eine Übertragung auf Hausschweine zu verhindern.

Das erste infizierte Wildschwein wurde Ende 2025 in der Nähe von Kirchhundem entdeckt. Seitdem wurden im Kreis Olpe sowie im Kreis Siegen-Wittgenstein rund 170 verendete Tiere positiv auf ASP getestet. Suchtrupps, unterstützt von Spürhunden und Drohnen, haben etwa 100 Quadratkilometer Wald nach infizierten Kadavern durchkämmt.

Um die Ausbreitung zu kontrollieren, errichteten die Behörden in einer Kernzone von rund 143.000 Hektar 114 Kilometer Schutzzäune. Bis Ende Januar 2026 waren in Nordrhein-Westfalen insgesamt 186 Kilometer feste Zäune aufgestellt worden – davon 65 Kilometer elektrifiziert. Zudem wurden die Jagdaktivitäten intensiviert, unter anderem mit Nachtsichttechnik, um den Wildschweinbestand zu reduzieren.

Ein 12-Punkte-Maßnahmenplan sieht nun eine engere Zusammenarbeit zwischen Behörden, Landwirten und Jägern vor. Dazu gehören strengere Überwachung, Notfallpläne und gelockerte Jagdregeln für Wildschweine. Allein in der Kernzone wurden bisher 313 positive Fälle bestätigt.

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Das Virus verbreitet sich, wenn Wildschweine kontaminierte Essensreste fressen. Das Agrarministerium warnt daher davor, Abfälle nur in verschlossenen Behältern zu entsorgen. In Sperrgebieten drohen bei Verstößen Bußgelder.

Bisher bleibt der Ausbruch auf ein abgegrenztes Gebiet beschränkt, doch die Risiken bestehen fort. Die Behörden setzen weiterhin auf strenge Kontrollen, um zu verhindern, dass die ASP auf Schweinefarmen übergreift. Eine korrekte Abfallentsorgung und die Einhaltung der Vorschriften bleiben entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen.

Quelle