02 April 2026, 12:05

Aprilscherze 2024: Von Mainzer Baustellen-Denkmälern bis zum Rotwein-Wirbelpool

Plakat, das ein pomme de pin-Event in Paris ankündigt, zeigt eine Frau in einem Kilt umgeben von Menschen, Bäumen und Gebäuden.

Aprilscherze 2024: Von Mainzer Baustellen-Denkmälern bis zum Rotwein-Wirbelpool

Aprilscherze sorgen in diesem Jahr für eine Welle humorvoller Ankündigungen in ganz Deutschland

Vom Wein-Spa bis zu feuerspuckenden Pferden – Behörden, Institutionen und Persönlichkeiten nutzten den 1. April dieses Jahres für scherzhafte Meldungen, die sich rasend schnell in den sozialen Medien verbreiteten. Viele der Streiche griffen alte Traditionen oder regionale Eigenheiten auf und lösten sowohl bei der Bevölkerung als auch bei offiziellen Stellen amüsierte Reaktionen aus.

In Mainz behauptete der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU), alle Baustellen der Stadt würden künftig als historische Denkmäler unter Schutz gestellt – darunter bekannte Wahrzeichen wie das Mainzer Rathaus und das Gutenberg-Museum, aber auch Alltagsorte wie die Binger Straße. Die Stadt konterte mit einer humorvollen Dementi auf ihrer offiziellen Website und in den sozialen Medien: Kein Gebäude stehe vor dem Abriss. Eine spätere Pressemitteilung betonte allerdings Holles tatsächliche Expertise im Denkmalschutz.

Unterdessen kündigte Schloss Vollrads im Rheingau an, ein Thermalbad mit mineralstoffreichem Quellwasser aus dem eigenen Anwesen errichten zu wollen. Geplant seien sogar Vinotherapie-Behandlungen in Räumen, die die Reifebedingungen für hochwertige Rieslingweine nachahmen sollten. Das Weingut schlug vor, sich in "Bad Schloss Vollrads" umzubenennen und Oestrich-Winkel zu einem Wellness-Zentrum auszubauen.

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Im Ahrtal berichtete das Lokalblatt "Blick aktuell" unterdessen von einem Winzer, der angeblich den ersten Rotwein-Wirbelpool der Welt erfunden habe – mit vermeintlichen Gesundheitsvorteilen. In Ahrweiler präsentierte die Freiwillige Feuerwehr ein Feuerwehrpferd als neues "Einsatzfahrzeug" und behauptete, es bewege sich im Gelände schneller als Lkw. Der Beitrag sorgte für Aufsehen, entpuppte sich aber bald als Scherz.

Auch die Politik machte mit: Der Mainzer FDP-Politiker Thomas A. Klann "wechselte" am 1. April zur CDU und nutzte die Gelegenheit, um auf die Gefahren von Falschinformationen in der Politik hinzuweisen. Obwohl der Schritt zunächst ernst wirkte, stellte sich heraus, dass es sich um einen Aprilscherz handelte. Selbst Mainzer Kultmetzger Peter mischte mit – er ernannte sich zum neuen Küchenchef des Fußballclubs Mainz 05, ein Post, der 447 Likes sammelte, bevor die Aufklärung kam.

Die Streiche sorgten für rege Beteiligung: Viele Organisationen räumten bis zum Abend mit den falschen Behauptungen auf. Behörden, Unternehmen und Prominente nutzten den Tag, um zu unterhalten – und erinnerten dabei spielerisch daran, ungewöhnliche Meldungen kritisch zu prüfen. Die Tradition der Aprilscherze bewies einmal mehr, dass sie Aufmerksamkeit erregt und für Lacher sorgt.

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