05 June 2026, 15:47

Avignon Festival 2024 feiert koreanische Kunst als offizielle Gastsprache

Koreanische darstellende Künste, darunter eine Inszenierung von Han Kang, rücken im Mittelpunkt des 80. Avignon-Festivals

Avignon Festival 2024 feiert koreanische Kunst als offizielle Gastsprache

Das Avignon Festival 2024 wählt Koreanisch als offizielle Gastsprache – ein Novum für eine asiatische Sprache

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Vom 4. bis 25. Juli präsentiert das Festival neun Werke von sieben koreanischen Künstlern. Das Programm, das in Zusammenarbeit mit koreanischen Kunstinstitutionen kuratiert wurde, setzt einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Performances, Theater und Tanz.

Die koreanische Auswahl des Festivals umfasst Theaterstücke, Tanzperformances und experimentelle Werke. Zu den Highlights zählen Island Story von Lee Kyung-sung, Mulji von Lee Jin-yeob und Snow, snow, snow von Lee Jar-ram sowie KIN: Yeonhee Project 1 der Liquid Sound Company. Jedes Werk spiegelt die vielfältigen künstlerischen Ansätze Südkoreas wider.

Die Choreografin Her Sung-im zeigt mit 1 Degree Celsius eine zeitgenössische Tanzperformance, die sich mit Umweltthemen auseinandersetzt. Daneben wird Han Kangs Roman Wir trennen uns nicht als Bühnenstück Olseau adaptiert, mit der Schauspielerin Lee Hye-young in der Hauptrolle. Regisseur Koo Ja-ha steuert drei Produktionen bei: Cuckoo, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi.

Das Programm entstand in Kooperation mit dem Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival. Diese Partnerschaft garantiert eine breite Repräsentation der koreanischen Gegenwartskunst auf einem der renommiertesten Kunstfestivals Europas.

Die Fokussierung auf koreanische Künstler markiert einen bedeutenden Moment für die asiatische Präsenz in der globalen Performanceszene. Alle neun Werke werden innerhalb von drei Wochen aufgeführt und bieten dem internationalen Publikum einen Einblick in die lebendige kulturelle Landschaft Koreas. Die diesjährige Ausgabe setzt zudem einen Präzedenzfall für die Einbindung nicht-europäischer Sprachen in zukünftige Gastprogramme.

Quelle