16 March 2026, 14:03

Bergisch Gladbach kämpft mit 50-Millionen-Defizit und plant Steuererhöhungen

Ein Poster mit einem weißen Hintergrund und einem dünnen schwarzen Rand, das eine fette, schwarze Schrift enthält, die den Text "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Wohlhabende und große Unternehmen." anzeigt.

Bergisch Gladbach kämpft mit 50-Millionen-Defizit und plant Steuererhöhungen

Bergisch Gladbach steht vor finanziellen Engpässen, da die Stadt mit einem jährlichen Defizit von 50 Millionen Euro rechnet. Angesichts begrenzter Sparmöglichkeiten und steigender Ausgaben wird nun über Steuererhöhungen diskutiert, um den Haushalt auszugleichen. Kürzlich skizzierte Kämmerer Thore Eggert bei einem Workshop der BürgerAkademie die anstehenden Herausforderungen und betonte die schwierigen Entscheidungen, die bevorstehen.

Der Haushaltsentwurf für 2026 – ein 500-seitiges Dokument – wird derzeit zwischen den Fraktionen von CDU, SPD und Grünen verhandelt. Die endgültige Abstimmung ist für den 24. März angesetzt, später als üblich, da die Kommunalwahlen zu Verzögerungen geführt haben. Der Großteil der Ausgaben ist bereits festgeschrieben, sodass kaum Spielraum für Kürzungen bleibt, während soziale Leistungen und Lohnerhöhungen die Kosten weiter in die Höhe treiben.

Um die Lücke zu schließen, plant Bergisch Gladbach, die Grund- und Gewerbesteuern zu erhöhen, um jährlich zusätzliche 4 Millionen Euro einzunehmen. Trotz der angespannten Lage wurden 126 Millionen Euro für zentrale Vorhaben bereitgestellt, darunter Schulen, Straßen und das Industriegelände Zanders. Eggert, ein parteiloser Verwaltungsfachmann, räumte ein, dass unklar sei, wann sich die Neugestaltung des Zanders-Geländes rentieren werde, und bezeichnete das Projekt als "einen Marathon, keinen Sprint".

Die Komplexität des Haushalts macht es für Bürgerinnen und Bürger ohne Fachwissen schwer, den Überblick zu behalten. Als Kämmerer vertritt Eggert die Position der Verwaltung und nicht die seiner eigenen Partei, was die Diskussionen zusätzlich verkompliziert.

Der Finanzplan der Stadt wird die Ausgaben für Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen in den kommenden Jahren prägen. Mit Steuererhöhungen im Raum und festgelegten Großinvestitionen wird das Ergebnis der Abstimmung am 24. März zeigen, wie Bergisch Gladbach das wachsende Defizit bewältigen will. Die Verantwortlichen betonen, dass es kaum Alternativen gebe, um die Finanzlücke zu schließen.

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