Bergische IHK warnt vor Bürokratie und maroder Infrastruktur – Politik fehlt beim Krisengespräch
Anna HuberBergische IHK warnt vor Bürokratie und maroder Infrastruktur – Politik fehlt beim Krisengespräch
Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) diskutiert mit Abgeordneten über Bürokratie und Infrastrukturprobleme
Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat kürzlich ein Treffen mit lokalen Abgeordneten abgehalten, um die wachsende Sorge über Bürokratie und marode Infrastruktur zu thematisieren. Unternehmensvertreter wiesen dabei auf steigende administrative Belastungen und Verzögerungen bei öffentlichen Dienstleistungen als zentrale Herausforderungen für die regionale Wirtschaft hin.
Auffällig war jedoch die Abwesenheit von Vertretern der SPD und der Grünen, die aus politischen Gründen nicht teilnahmen.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die zunehmenden bürokratischen Hürden für Unternehmen. IHK-Präsident Henner Pasch erklärte, dass Betriebe immer mehr Zeit und Geld aufwenden müssten, um neue Vorschriften zu erfüllen. Zudem kritisierte er die langsame Reaktion der Behörden und machte übermäßige Regulierung für die Verzögerung dringend notwendiger Lösungen verantwortlich.
Ein weiteres zentrales Thema war die Verkehrsinfrastruktur. Die Teilnehmer äußerten Besorgnis über den schlechten Zustand von Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die zögerliche Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Diese Missstände wurden als erhebliche Belastung für die lokale Wirtschaft beschrieben.
Auch die Energiepolitik stand im Fokus. Sowohl Unternehmen als auch Bürger betonten die Notwendigkeit einer stabilen und bezahlbaren Energieversorgung. Ohne verlässlichen Strom, so die Warnung, würden wirtschaftliches Wachstum und der Alltag leiden.
Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) stimmten den Sorgen der Wirtschaft zu. Sie räumten jedoch ein, dass viele der Probleme nur auf Bundes- und EU-Ebene gelöst werden könnten. Vertreter der CDU hatten ursprünglich ihre Teilnahme zugesagt, sagten dann aber kurzfristig ab.
Die Vollversammlung der IHK hatte sich zuvor deutlich für den Dialog mit allen gewählten Volksvertretern ausgesprochen. Dennoch zog die Abwesenheit der SPD- und Grünen-Abgeordneten Kritik vonseiten der Wirtschaft nach sich. Die Kammer kündigte zudem an, im Vorfeld der Europawahl 2024 eine Podiumsdiskussion zu veranstalten.
Das Treffen unterstrich die wachsende Verärgerung der lokalen Unternehmen über Bürokratie und Infrastrukturengpässe. Zwar setzt sich die IHK weiterhin für den Austausch mit Politikern ein, doch viele Probleme bleiben vorerst ungelöst.
Die geplante Podiumsdiskussion zur Europawahl bietet zwar eine weitere Plattform für Debatten, doch umfassende Lösungen werden wohl erst durch Entscheidungen auf höherer Ebene möglich sein.






