Bochum plant neue Regeln für Taxis und Ridepooling-Dienste nach dem Sommer
Amelie SchmidtBochum plant neue Regeln für Taxis und Ridepooling-Dienste nach dem Sommer
Bochum sucht nach neuen Wegen zur Regulierung von Taxis und Ridepooling-Diensten
Angesichts des wachsenden Wettbewerbs zwischen klassischen Taxis und appbasierten Fahrtdiensten prüft Bochum neue Regelungsmöglichkeiten. Die Stadt hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein mögliches Preismodell entwickeln soll – die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Unterdessen fordern lokale Politikerinnen und Politiker Anpassungen der aktuellen Tarifvorschriften.
Die FDP Bochum hat dazu eine klare Position bezogen. Léon Beck, Vorsitzender des Ortsverbands, betonte, dass Ridepooling-Dienste nicht pauschal kritisiert werden sollten. Stattdessen schlägt er vor, Taxiunternehmen könnten von flexibleren Preisen profitieren – etwa durch niedrigere Tarife oder vorab vereinbarte Festpreise.
Die FDP-Fraktion könnte bald einen offiziellen Antrag einreichen, um diese Änderungen voranzutreiben. Ziel ist es, Taxis im Wettbewerb mit Plattformen wie Uber wettbewerbsfähiger zu machen. Auch die Stadtverwaltung zeigt sich offen für eine Modernisierung der bestehenden Taxivorschriften.
Im Gegensatz zu einigen Nachbarstädten scheint Bochum einen eigenen Weg zu gehen. Statt auf strenge Kontrollen zu setzen, signalisieren Verantwortliche Bereitschaft, die Regeln an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.
Das Gutachten zu den Preismodellen wird nach dem Sommer die weiteren Schritte Bochums prägen. Falls die FDP-Vorschläge Unterstützung finden, könnten die Taxitarife dynamischer werden. Die Entscheidung könnte auch andere deutsche Städte beeinflussen, die traditionelle und digitale Mobilitätsangebote in Einklang bringen wollen.






