Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf
Bottrop überprüft alle Kreuzungen, um Sichtverhältnisse zu verbessern und Unfälle zu verhindern
Die Maßnahme folgt auf einen tödlichen Unfall in Warendorf, bei dem eingeschränkte Sichtverhältnisse eine Rolle spielten. Nun sollen alle Kreuzungen in der Stadt strengen Sicherheitsstandards entsprechen.
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop hat damit begonnen, die Einhaltung der sogenannten Sichtdreiecke an Kreuzungen zu kontrollieren. Diese Dreiecke sorgen dafür, dass Fahrer aus Nebenstraßen den Querverkehr beim Einordnen rechtzeitig erkennen können. Die geforderte Sichtweite hängt von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ab: 30 Meter in Tempo-30-Zonen und 70 Meter auf Straßen mit 50 km/h.
Anstoß für das Projekt war ein schwerer Zusammenstoß in Warendorf, bei dem schlechte Sichtverhältnisse zum Unfall beitrugen. Bottrop will ähnliche Vorfälle verhindern, indem potenzielle Sichtbehinderungen frühzeitig behoben werden. Besonders gefährdete Kreuzungen – etwa mit hohem Verkehrsaufkommen oder Unfallhäufigkeit – werden priorisiert behandelt.
Mögliche Lösungen umfassen bauliche Änderungen, das Aufstellen von Pollern oder die Umgestaltung von Grünflächen, um freie Sicht zu gewährleisten. Die ersten Umbaumaßnahmen sind für Anfang 2026 an der Scharnhölzstraße geplant, gefolgt von Horster Straße und Aegidistraße. Alle Arbeiten orientieren sich an den deutschen Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06), die klare Sichtdreiecke an jeder Kreuzung vorschreiben.
Mit diesem vorbeugenden Ansatz will die Stadt tote Winkel beseitigen und das Unfallrisiko verringern. Durch die systematische Aufwertung der Kreuzungen strebt Bottrop nicht nur die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben an, sondern auch eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die ersten Baumaßnahmen sollen Anfang 2026 beginnen.






