CDU Solingen fordert ausgewogene Verkehrspolitik statt ideologischer Experimente
Lea HartmannCDU Solingen fordert ausgewogene Verkehrspolitik statt ideologischer Experimente
Die CDU-Fraktion in Solingen hat ihre Position zum Verkehrswandel in der Stadt dargelegt. Zwar befürwortet sie die Prüfung neuer Konzepte für die Neuordnung des Verkehrs, betont jedoch, dass Investitionen in den Straßenverkehr weiterhin unverzichtbar seien. Die Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten über Mobilität und Infrastruktur in Solingen.
Daniel Flemm, Vorsitzender der CDU-Fraktion, argumentierte, dass der von den Grünen favorisierte Fokus auf Radverkehr, Busse und Bahnen die Bürger zunächst zusätzlich belasten werde. Er warnte davor, verschiedene Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen, da dies den gesamten Umstellungsprozess gefährden könnte.
Lukas Schrumpf, sprecher für Stadtplanung der Fraktion, unterstrich, dass neue Gewerbegebiete in ein funktionsfähiges Verkehrskonzept eingebettet werden müssten – selbst dann, wenn eine spätere Anbindung an die Schiene noch ausstehe. Jonathan Bürger, verkehrspolitischer Sprecher, ergänzte, dass das Auto für die meisten Menschen im Alltag unverzichtbar bleibe, etwa für den Arbeitsweg oder Einkäufe.
Die CDU arbeitet derzeit an konkreten Vorschlägen zur Entlastung des Verkehrs, da Staus und Verzögerungen Autofahrer unabhängig vom Fahrzeugtyp belasten würden. Carsten Becker, finanzpolitischer Sprecher, wies darauf hin, dass das begrenzte Budget Solingens eine Neuausrichtung der Investitionen erfordere, um sie stärker am tatsächlichen Bedarf auszurichten. Gleichzeitig kritisierte die Fraktion die Ampelkoalition (SPD, Grüne, FDP), weil diese ideologisch geprägte Pläne vorantreibe, ohne deren Auswirkungen auf die Bürger ausreichend zu prüfen – wie etwa in der Diskussion um die Bebauung des Bussche-Kessel-Wegs.
Die CDU pocht darauf, die Verkehrsdiskussion sachlich und ergebnisoffen zu führen. Sie setzt sich für ausgewogene Lösungen ein, die keine Option von vornherein ausschließen. Ihre Pläne zielen darauf ab, aktuelle Verkehrsprobleme zu lösen und gleichzeitig die Weichen für zukünftige Anforderungen zu stellen.
