17 April 2026, 06:05

Deutschland kämpft mit Pflegekräften aus Indonesien und Gaming-Talenten gegen Fachkräftemangel

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen mit Waffen zeigt, mit dem Text 'Wiener Kommmerzial Bank' unten.

Deutschland kämpft mit Pflegekräften aus Indonesien und Gaming-Talenten gegen Fachkräftemangel

Deutschland intensiviert seine Bemühungen, die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung und des Fachkräftemangels mit zwei unterschiedlichen Initiativen zu bewältigen. In Indonesien wirbt Bundesbildungsminister Johann Wadephul um Gesundheitsfachkräfte, während zu Hause die Nachrichtendienste und das Militär auf Europas größter Videospielmesse, der Gamescom, mit Gaming-Nachwuchs fahnden.

Wadephul reiste mit einem klaren Auftrag nach Indonesien: die Anwerbung von ausländischen Fachkräften, insbesondere Pflegekräften und Betreuungspersonal. Das südostasiatische Land mit seiner jungen Bevölkerung ist ein idealer Pool für Gesundheitsfachkräfte – genau das, was Deutschland in einer immer älter werdenden Gesellschaft dringend benötigt. Während seines Besuchs besuchte er eine deutsche Sprachschule und unterzeichnete Vereinbarungen zur Gründung von vier weiteren Standorten im Land. Die Schulen sollen die Sprachkenntnisse verbessern, eine der größten Hürden für indonesische Arbeitskräfte bei der Beantragung von Visa.

Auf Wadephuls Programm standen auch Besuche in christlichen und muslimischen Gotteshäusern sowie in einer Fabrik des Nutzfahrzeugherstellers LKW AG. Seine Reise unterstreicht die Schwierigkeiten indonesischer Bewerber: Aufgrund von Bildungs- und Sprachbarrieren werden jährlich nur etwa 1.000 Arbeitsvisa erteilt.

Auf der Gamescom in Köln setzen der Bundesnachrichtendienst (BND) und die Bundeswehr hingegen auf eine moderne Rekrutierungsstrategie. Der BND präsentierte BND Legends – Operation Blackbox, ein Spiel, das die digitalen Fähigkeiten und die Teamarbeit der Spieler in realistischen Szenarien auf die Probe stellt. Über eine öffentliche Plattform kann die Behörde so potenzielle Kandidaten in einem wettbewerbsorientierten Umfeld bewerten.

Die Bundeswehr, die seit 2009 auf der Gamescom vertreten ist, wirbt mit interaktiven Ausstellungen für sich als Arbeitgeber. Besucher können Panzer- und Helikopter-Simulatoren ausprobieren oder in schusssicherer Ausrüstung körperliche Fitnessübungen absolvieren. Beide Behörden gehen aktiv auf die Messebesucher zu, in der Hoffnung, auf diese dynamische Weise neue Talente zu gewinnen.

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Wadephuls Indonesien-Besuch zielt darauf ab, die bilateralen Beziehungen zu stärken und die Anwerbung dringend benötigter Pflegekräfte zu erleichtern. Gleichzeitig nutzen BND und Bundeswehr die Gaming-Kultur, um eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Diese Maßnahmen spiegeln Deutschlands umfassende Strategie wider, den Arbeitskräftemangel durch internationale Partnerschaften und innovative Ansätze im Inland zu bekämpfen.

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