Digitalisierung in Deutschland: Freie Wähler fordern dringende Reformen bis 2028
Amelie SchmidtDigitalisierung in Deutschland: Freie Wähler fordern dringende Reformen bis 2028
Deutschlands digitale Infrastruktur steht zunehmend in der Kritik. Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen fordern dringendes Handeln, um die mangelhafte Netzabdeckung und veraltete Systeme im Land zu beheben. Aktuelle Vorfälle haben die Schwächen der digitalen Fähigkeiten schonungslos offenbart.
Die Partei drängt Bundesminister Volker Wissing, noch bis Ende 2023 einen klaren Zeitplan und Maßnahmenkatalog für die digitale Aufholjagd vorzulegen. Ziel ist es, bis 2028 80 Prozent der Digitalisierungsziele zu erreichen. Zudem wird ein flächendeckender Infrastrukturausbau gefordert, um Wettbewerbsnachteile durch schlechte Anbindung zu vermeiden.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Weniger als 25 Prozent der ländlichen Regionen verfügen laut DESI-Bericht 2022 über Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet. Die IT-Investitionen Deutschlands liegen bei nur 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung – deutlich unter den 3,4 Prozent der USA. Während sich der Datenverkehr an Internetknoten in den letzten zehn Jahren verzehnfacht hat, hinkt die Infrastruktur hinterher.
Ein aktuelles Beispiel unterstreicht die Problematik: Die Auszahlung der 200-Euro-Energiepauschale an Studierende überlastete die Bundessysteme und legte eklatante Lücken in der digitalen Vorbereitung bloß.
Mit ihren Vorschlägen will die Partei die digitale Entwicklung Deutschlands beschleunigen. Eine veröffentlichte Strategie könnte den Weg zu besserer Vernetzung und widerstandsfähigeren Systemen aufzeigen. Ohne konsequentes Handeln droht dem Land jedoch, im internationalen Digitalwettbewerb weiter abgehängt zu werden.






