20 March 2026, 10:03

Dortmunds radikaler Umbruch: Abschied von Brandt, Süle und Özcan – doch Can bleibt

Ein junger Mann in einem blauen Trikot des Everton FC steht auf einem Fußballfeld in einem Stadion.

Dortmunds radikaler Umbruch: Abschied von Brandt, Süle und Özcan – doch Can bleibt

Borussia Dortmund steht vor einem großen Umbruch im Kader diesen Sommer. Der Verein hat bestätigt, dass Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nach Ablauf ihrer Verträge den Klub verlassen werden. Unterdessen deutet vieles darauf hin, dass Kapitän Emre Can trotz einer schweren Knieverletzung bleiben wird.

Die Veränderungen fallen in eine Phase, in der Sportdirektor Carsten Cramer zunehmend unter Druck gerät – vor allem wegen seiner jüngsten Transferentscheidungen. Seit seinem Amtsantritt im November 2025 haben seine Neuverpflichtungen Kritik geerntet, da sie die Erwartungen nicht erfüllt haben. Dennoch betont Cramer, er wolle den Verein mit einer mutigen neuen Ausrichtung voranbringen.

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Die Abgänge von Brandt und Süle markieren das Ende einer Ära für Dortmund. Beide Spieler waren über Jahre prägende Figuren, doch der Verein hat sich gegen eine Vertragsverlängerung entschieden. Auch Özcan, ein weiterer Stammspieler, wird den Klub verlassen und hinterlässt Lücken im Mittelfeld und in der Abwehr.

Kritiker werfen Dortmund vor, in der Vergangenheit oft zu lange mit notwendigen Personalentscheidungen gewartet zu haben. Unter Cramer gibt sich der Verein nun entschlossen, konsequent zu handeln. Der Sportdirektor spricht offen davon, Herausforderungen in Chancen zu verwandeln, und präsentiert die anstehenden Veränderungen als Teil eines größeren Plans, um den "nächsten Schritt" zu machen.

Doch Fragen bleiben – insbesondere zu den Transfers des vergangenen Sommers. Die teuren Neuzugänge Jobe Bellingham (35,5 Millionen Euro), Fabio Silva (26 Millionen), Carney Chukwuemeka (25 Millionen), Yan Couto (25 Millionen) und Daniel Svensson (7 Millionen) haben ihre hohen Ablösesummen bisher nicht gerechtfertigt. Technischer Direktor Lars Ricken räumte ein, dass einige Spieler hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind – was den Druck auf Cramers Führung weiter erhöht. Während die Verträge von Ricken und Geschäftsführer Hans-Joachim Kehl auslaufen, läuft Cramers eigener Vertrag noch bis 2027 und gibt ihm damit Zeit, den Kader nach seinen Vorstellungen umzugestalten.

Trotz der Unsicherheiten arbeitet Dortmund daran, Emre Can zu halten. Der Mittelfeldspieler, der derzeit mit einem Kreuzbandriss ausfällt, soll einen neuen Vertrag erhalten. Seine Erfahrung und Führungseigenschaften scheinen die Bedenken hinsichtlich seiner Fitness zu überwiegen – ein Zeichen dafür, dass der Verein Kontinuität und Wandel verbinden will.

Mit dem Abschied von Brandt, Süle und Özcan wird Dortmunds Kader in der nächsten Saison deutlich anders aussehen. Nun liegt der Fokus darauf, die Mannschaft nach Cramers Vision zu stärken. Doch die bisherigen Transferprobleme werfen die Frage auf, ob der neue Kurs tatsächlich Erfolg bringen wird. Die wahrscheinliche Vertragsverlängerung von Emre Can deutet auf eine Mischung aus Erneuerung und Vertrauen auf bewährte Kräfte hin, während sich das Team auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet.

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