Drei Kliniken in NRW schließen überraschend – Hunderte Jobs in Gefahr
Lea HartmannDrei Kliniken in NRW schließen überraschend – Hunderte Jobs in Gefahr
Drei Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen schließen bis Ende Januar 2024 – Mitarbeiter und Patienten verunsichert
Die St.-Lukas-Klinik in Ohligs sowie Einrichtungen in Haan und Hilden werden nach einer überraschenden Ankündigung ihre Türen schließen. Beschäftigte, die mit Versetzungen in nahegelegene Standorte gerechnet hatten, sehen sich nun unerwartet mit Entlassungen konfrontiert – und das mit nur kurzer Vorwarnzeit.
Die Entscheidung, alle drei Standorte zu schließen, hat bei Gewerkschaftsvertretern Empörung ausgelöst. Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn, die beiden Vorsitzenden des Betriebsrats, bezeichneten den Schritt als „absolut verantwortungslos“ und „völlig unverständlich“. Sie kritisierten vor allem, dass es keinen klaren Plan für die Mitarbeiter gebe, denen zunächst zugesichert worden war, sie könnten innerhalb des Klinikverbunds wechseln.
Die Belegschaft war davon ausgegangen, in Haan oder Hilden neue Stellen zu erhalten. Stattdessen drohen ihnen nun Arbeitsplatzverluste – nur wenige Wochen vor Weihnachten. Vischer-Kippenhahn fragte, wie die Beschäftigten unter diesem Zeitdruck realistisch alternative Jobs in der Region finden sollten.
Auch die Reaktion der Landesregierung hat kaum Beruhigung gebracht. Laut Berichten boten Beamte keine konkreten Lösungen an, sodass sowohl Mitarbeiter als auch Anwohner ohne Perspektive bleiben. Ackermann und Vischer-Kippenhahn betonten zudem die Bedeutung einer verlässlichen Gesundheitsversorgung und warnten, dass Patienten unter den Schließungen leiden würden. In ihrer Stellungnahme bekundeten sie Solidarität mit den betroffenen Beschäftigten, von denen viele seit Jahren in den Krankenhäusern arbeiten.
Die Schließung der St.-Lukas-Klinik sowie der Häuser in Haan und Hilden tritt Ende Januar in Kraft. Hunderte Mitarbeiter blicken einer ungewissen Zukunft entgegen, ohne Zusagen auf neue Arbeitsplätze. Auch Patienten in der Region müssen sich auf eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung vor Ort einstellen.






