Drei Mönchengladbacher Polizeichefs wegen Mobbing und sexualisierter Sprache suspendiert
Amelie SchmidtDrei Mönchengladbacher Polizeichefs wegen Mobbing und sexualisierter Sprache suspendiert
Drei hochrangige Polizeibeamte in Mönchengladbach sehen sich einer vorläufigen Dienstenthebung gegenüber, nachdem Mitte April schwere Vorwürfe wegen Fehlverhaltens aufkamen. Die Anschuldigungen umfassen Mobbing, sexualisierte Sprache und unangemessenes Verhalten gegenüber Kollegen. Die Behörden haben inzwischen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Vorwürfe wurden erstmals Mitte April in der Polizeidirektion Mönchengladbach bekannt. Sie beinhalten grenzüberschreitendes Fehlverhalten in Führungspositionen, darunter Berichte über Mobbing, anzügliche Bemerkungen und unprofessionelles Verhalten. Die Betroffenen, die zwischen 20 und 40 Jahre alt sind, geben an, dass sich das Verhalten über mehrere Jahre erstreckt.
Die drei suspendierten Beamten sind allesamt männlich und bekleiden Führungspositionen innerhalb einer 18-köpfigen Einheit. Zwar wurden bisher nur diese drei vorläufig vom Dienst freigestellt, doch gibt es weitere Vorwürfe gegen andere Kollegen desselben Teams.
Polizeipräsident Stephan Zenker hat das Problem intern angesprochen. Unterdessen betonte Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Notwendigkeit einer gründlichen Untersuchung bei gleichzeitiger Wahrung der Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach leitet nun die strafrechtlichen Ermittlungen zu den Vorwürfen.
Die Untersuchungen dauern an, während die Behörden das Ausmaß des Fehlverhaltens prüfen. Die drei suspendierten Beamten bleiben bis auf Weiteres vom Dienst freigestellt. Zudem werden weitere Vorwürfe gegen andere Mitglieder der Einheit geprüft.






