Eisige Kälte in Kabul fordert über 70 Todesopfer – Hilfsorganisationen schlagen Alarm
Anna HuberEisige Kälte in Kabul fordert über 70 Todesopfer – Hilfsorganisationen schlagen Alarm
Strenge Winterbedingungen in Afghanistan fordern mindestens 70 Tote in Kabul
Die eisigen Temperaturen in Afghanistan haben in der Hauptstadt Kabul bereits mindestens 70 Menschen das Leben gekostet. Nachts fallen die Werte auf zweistellige Minusgrade, was die lokale Bevölkerung vor extreme Härten stellt. Der Afghanische Rote Halbmond bestätigte die Todesfälle in der Hauptstadt. Durch den Frost sind Lebensmittellieferungen unterbrochen und Wasserleitungen eingefroren – die Angst vor weiteren Opfern wächst. Auch in ländlichen Gebieten sterben Nutztiere, was die Krise für ohnehin schon um ihr Überleben kämpfende Familien weiter verschärft.
Die wirtschaftliche Not in Afghanistan verstärkt die Folgen der Kältewelle zusätzlich. Als Reaktion werden nun Notfall-Lebensmittelpakete zusammengestellt, um bedürftige Kinder und Familien zu unterstützen.
Der Verein Solingen hilft e.V. hat sich an den Hilfsmaßnahmen beteiligt und 5.000 Euro an Friedensdorf International überwiesen, um die Winterhungerhilfe in der Hindu-Kusch-Region zu finanzieren. Barbara Eufinger, stellvertretende Vorsitzende von Solingen hilft e.V., lobte das langjährige Engagement von Friedensdorf in Afghanistan. Die Organisation ist seit den 1980er-Jahren aktiv und konzentriert sich vor allem auf medizinische Hilfe für Kinder. Solingen hilft e.V. hat deren Projekte bereits in der Vergangenheit unterstützt.
Die Mittel sollen dringend benötigte Hilfe für die von der extremen Kälte Betroffenen leisten. Mit Notfalllieferungen wird versucht, das Leid der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu lindern. Die Lage bleibt jedoch kritisch, da die Temperaturen weiterhin gefährlich niedrig bleiben.
