20 March 2026, 02:03

EU-Vorschriften überfordern kleine Transportunternehmen bis zum Stichtag 2026

Männer in blauen T-Shirts stehen um ein Schiffskontrollpult herum, wobei einige sichtbare Tätowierungen auf ihren Händen haben. Meter und elektronische Geräte sind auf der rechten Seite zu sehen, und eine Wand mit Rohren und Deckenleuchten bildet den Hintergrund.

EU-Vorschriften überfordern kleine Transportunternehmen bis zum Stichtag 2026

Viele kleine und mittelgroße Transportunternehmen kämpfen damit, die neuen EU-Vorschriften einzuhalten. Bis Juli 2026 müssen Fahrzeuge zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen, die im grenzüberschreitenden Handel eingesetzt werden, mit einem intelligenten Tachographen der zweiten Generation ausgestattet sein. Doch fast ein Drittel der Fuhrparks hat die Anforderungen des Mobilitätspakets I noch immer nicht erfüllt.

Die Regelungen zielen darauf ab, die Verkehrssicherheit und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, doch die Unternehmen sehen sich mit hohen Kosten und Verwirrung angesichts der sich ändernden Richtlinien konfrontiert.

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Besonders betroffen sind kleine Betriebe: Fast 60 Prozent erzielen einen Jahresumsatz von unter 10 Millionen Euro. Ein ähnlich hoher Anteil beschäftigt 50 oder weniger Mitarbeiter, und ein Drittel betreibt nur ein bis fünf Fahrzeuge. Die Nachrüstung eines jeden Fahrzeugs kostet mehrere tausend Euro zzgl. Mehrwertsteuer – eine schwere Belastung für knappe Budgets.

Die Strafen für versäumte Fristen variieren in der EU und liegen zwischen 1.500 und 4.500 Euro pro Verstoß. Trotz der Risiken fühlen sich nur etwa 31 Prozent der Unternehmen vollständig über die Vorschriften informiert. Über 35 Prozent geben zu, dass ihre Vorbereitung unzureichend oder gar nicht vorhanden ist, während knapp 39 Prozent ihre Vorbereitung als gut oder sehr gut bewerten.

Unklare und häufig aktualisierte Regelungen erschweren die Situation zusätzlich. Stand März 2026 haben 18 Mitgliedstaaten Leitlinien zu möglichen Fristverlängerungen oder Übergangsregelungen veröffentlicht. Dennoch bleiben die hohen Nachrüstungskosten das größte Hindernis für Unternehmen, die die Vorgaben erfüllen wollen.

Mit dem nahenden Stichtag 2026 fehlen vielen Transportbetrieben weiterhin die finanziellen Mittel oder die nötige Klarheit, um die neuen Standards zu erfüllen. Wer nicht handelt, riskiert empfindliche Geldstrafen, während sich konforme Unternehmen mit unterschiedlichen nationalen Regelungen auseinandersetzen müssen. Das Ergebnis wird davon abhängen, ob bis zum Stichtag weitere Unterstützung oder Anpassungen erfolgen.

Quelle