Ganztagsbetrieb an Solinger Grundschule wird bis Juli eingestellt
Diakonisches Werk Solingen stellt offenen Ganztag an der Kreuzweg-Grundschule ein
Bis Ende Juli wird das Diakonische Werk Solingen seinen offenen Ganztagsbetrieb an der Kreuzweg-Grundschule einstellen. Von der Entscheidung betroffen sind 137 Kinder sowie 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei zehn Arbeitsplätze wegfallen. Als Hauptgrund für die Schließung nannte die Einrichtung die angespannte finanzielle Lage.
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen gab den Schritt auf einer Pressekonferenz bekannt, an der Ulrike Kilp, Michaela Roehr und Thomas Förster teilnahmen. Sie erläuterten, dass sinkende Kirchensteuereinnahmen und steigende Kosten den Erhalt des Angebots in der bisherigen Form unmöglich machten. Auch die staatlichen Zuschüsse reichten nicht aus, um die wachsenden Ausgaben zu decken – die Organisation sah sich daher zu Kürzungen gezwungen.
Aktuell betreibt die Diakonie offenen Ganztag an drei Schulen, doch ab August wird dies auf zwei Standorte reduziert. Der Vertrag mit der Stadt Solingen läuft offiziell am 30. April 2024 aus. Die 137 angemeldeten Kinder werden jedoch noch bis zum Ende des Schuljahres am 31. Juli betreut.
Neben dem Ganztagsangebot unterhält das Diakonische Werk Solingen elf Kindergärten und bietet weitere soziale Dienstleistungen in der Stadt an. Die Schließung bedeutet eine spürbare Verringerung der schulbezogenen Programme, während die übrigen Aktivitäten fortgeführt werden.
Für die Familien der Kreuzweg-Grundschule bedeutet der Rückzug, dass sie ab August nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten suchen müssen. Zwar hält die Diakonie ihre beiden anderen Ganztagsangebote aufrecht, doch der Wegfall eines Standortes spiegelt die allgemeinen finanziellen Herausforderungen wider. Zehn Teilzeitkräfte verlieren durch die Entscheidung ihre Stelle.






