23 April 2026, 18:05

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Branchen gemeinsam gegen Aggression kämpfen

Gruppe von Männern in blauen Hemden und gelben Helmen, die an Maschinen arbeiten, einer sprüht Wasser auf den Boden in einer Fabrikumgebung mit sichtbaren Rohren, Fenstern und Lichtern.

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Branchen gemeinsam gegen Aggression kämpfen

Gewalt gegen Beschäftigte bleibt ein drängendes Problem – in Schulen ebenso wie in Krankenhäusern oder im Straßenbau. Am 8. Juli 2025 veranstaltete das Präventionsnetzwerk #SicherImJob eine Online-Diskussion unter dem Motto "Netzwerk im Fokus: Chancen und Synergien der berufsübergreifenden Zusammenarbeit", um diese Herausforderungen zu thematisieren. Expertinnen und Experten berichteten, wie verschiedene Branchen mit Aggression umgehen – und wie gemeinsame Ansätze helfen können, sie zu verhindern.

An der Veranstaltung nahmen Fachkräfte teil, die im Arbeitsalltag mit Bedrohungen und Übergriffen konfrontiert sind. Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, schilderte ein Schulklima, das von verbalen Angriffen, Drohungen und einer wachsenden Respektlosigkeit geprägt ist. Im Gesundheitsbereich berichtete Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, über die Belastung von Notfallteams durch sowohl verbale als auch körperliche Aggression. Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Strassen.NRW, wies auf die Risiken hin, denen Straßenbau-Teams bei Auseinandersetzungen mit Passanten ausgesetzt sind.

Um diesen Problemen zu begegnen, hat Gelsenkirchen Strukturen geschaffen, die die Zusammenarbeit zwischen Institutionen stärken. Christian Bredau von der Stelle für Kriminalprävention und Opferhilfe der Stadt gab Fachkräften praktische Ratschläge, wie sie gewalttätige Vorfälle besser bewältigen können. Die Diskussion machte deutlich: Nachhaltige Prävention gelingt nur durch branchenübergreifende Vernetzung – nicht durch Einzelkämpfertum.

Die Veranstaltungsreihe "SAFE HOUR" wird fortgesetzt; weitere Termine und Themen sind auf der Website *www.safeatwork.nrw* abrufbar.

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Die Online-Session unterstrich, dass Gewalt Beschäftigte in Bildung, Gesundheitswesen und öffentlichem Dienst unterschiedlich trifft. Durch den Austausch von Strategien und die Stärkung der Zusammenarbeit will das Netzwerk Risiken verringern und sicherere Arbeitsumfelder schaffen. In kommenden "SAFE HOUR"-Veranstaltungen werden konkrete Lösungsansätze vertieft.

Quelle