Gleisarbeiter in Frechen-Königsdorf von Zug erfasst – schwere Verletzungen und Bahnchaos
Anna HuberGleisarbeiter in Frechen-Königsdorf von Zug erfasst – schwere Verletzungen und Bahnchaos
Schwerverletzter Gleisarbeiter nach Zugunfall in Frechen-Königsdorf
Ein 21-jähriger Gleisarbeiter wurde am frühen Donnerstagmorgen am Bahnhof Frechen-Königsdorf von einem Zug erfasst und schwer verletzt. Der Vorfall führte zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr: Die Linie RE 9 war fast zwei Stunden lang komplett unterbrochen, zahlreiche Züge hatten Verspätungen.
Der Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden, als sich der Mann in einem abgesperrten Bereich des Bahnhofs Königsdorf aufhielt. Ein Regional-Express auf der Strecke von Köln traf ihn mit voller Wucht, woraufhin er schwere Verletzungen erlitt. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort und brachten ihn anschließend unter Notfallbedingungen in ein Krankenhaus.
Durch den Zusammenstoß musste der Betrieb auf der RE 9 für etwa zwei Stunden eingestellt werden. Sieben Züge kamen insgesamt auf rund 90 Minuten Verspätung. Nun ermitteln die Behörden, wie es dazu kommen konnte, dass sich der Arbeiter auf der Zugstrecke befand.
Dies ist nicht der erste schwere Vorfall auf diesem Streckenabschnitt. Bereits 2021 war an gleicher Stelle ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn von einem Zug getötet worden. Seither gelten verschärfte Sicherheitsvorschriften, darunter die Pflicht zur GPS-Ortung für Gleisarbeiter sowie erweiterte Schulungen zum Risikobewusstsein. Zudem soll bis 2024 bundesweit eine neue Sicherheits-App eingeführt werden, die Gefahrenmeldungen in Echtzeit ermöglicht.
Der verletzte Arbeiter befindet sich weiterhin in Krankenhausbehandlung, während die Ermittler die genauen Umstände des Unfalls rekonstruieren. Zwar haben sich die Verkehrsbehinderungen inzwischen aufgelöst, doch der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Bahnmitarbeitern auf.






