22 March 2026, 18:04

Grenzüberschreitende Großübung: Drei Länder proben Katastrophenschutz mit Gefahrgutunfall

Balkendiagramm, das die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle nach großem Ereignis oder Exposition von 2017 bis 2021 zeigt.

Grenzüberschreitende Großübung: Drei Länder proben Katastrophenschutz mit Gefahrgutunfall

Großübung für den Katastrophenfall: Deutschland, Niederlande und Belgien proben grenzüberschreitende Rettungseinsätze

Am Samstag, dem 21. März 2026, fand in Gangelt (Deutschland) eine große internationale Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien simulierten einen Massenunfall mit einem Gefahrguttransporter, einem Reisebus und mehreren Pkw. Im Mittelpunkt stand die Erprobung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei Bränden, chemischen Lecks und der Versorgung zahlreicher Verletzter.

Das Szenario spielte sich auf der Kreisstraße 13 ab, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient. Ein Zusammenstoß zwischen einem Lkw mit giftigem Benzylchlorid, einem Personentransporter und mehreren Autos löste Brände und den Austritt ätzender Chemikalien aus. Dutzende "Verletzte" – einige eingeklemmt in den Wracks – mussten dringend gerettet und medizinisch versorgt werden.

Über 30 Einsatzkräfte aus der Euregio-Region waren beteiligt, darunter die Feuerwehrzone Ost-Limburg aus Belgien. Gemeinsam mit deutschen und niederländischen Einheiten bewältigten sie die Brandbekämpfung, die Befreiung Eingeklemmter und die Erste Hilfe. Niederländische Spezialisten in Schutzkleidung sicherten das auslaufende Gefahrgut.

Zusätzlich kartierten Drohnen-Teams die Unfallstelle aus der Luft, um Schäden und Gefahrenlagen zu erfassen. Die Straße blieb für die Dauer der Übung gesperrt und wurde erst am späten Abend wieder freigegeben. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden – besonders mit der Abstimmung der Teams trotz unterschiedlicher nationaler Gesetze und Einsatzprotokolle.

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Es handelte sich um die erste großangelegte grenzüberschreitende Übung dieser Art seit acht Jahren. Regelmäßige Manöver gelten als entscheidend, um die Einsatzbereitschaft in Grenzregionen zu erhalten.

Die EMREX-Übung endete mit positivem Feedback zur Zusammenarbeit der drei Länder. Die Rettungskräfte demonstrierten ihre Fähigkeit, komplexe, länderübergreifende Notfälle zu bewältigen. Die Übung unterstrich zugleich die Notwendigkeit einer fortlaufenden Kooperation für künftige grenzüberschreitende Krisen.

Quelle