Grüne fordern radikale Bahnwende für NRW – doch Fahrgäste leiden weiter unter Chaos
Lea HartmannGrüne fordern radikale Bahnwende für NRW – doch Fahrgäste leiden weiter unter Chaos
Die Grünen haben zentrale Forderungen zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Sie betonen, dass die Modernisierung des deutschen Bahnnetzes unerlässlich sei, räumen jedoch ein, dass Fahrgäste derzeit mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert sind. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Bahn als zuverlässige und attraktive Alternative zum Privatauto zu stärken.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, anerkannte, dass die Fahrgäste die aktuellen Beeinträchtigungen mit Geduld ertragen. Die Partei hebt hervor, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse des lokalen Nahverkehrs in die Planungen von Land und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) einzubinden.
Die Grünen setzen sich für mehrere Großprojekte ein. Dazu gehört die Umleitung der RE2-Linie, um Solingen, Wuppertal und das östliche Ruhrgebiet direkt zu verbinden. Zudem fordern sie den Bau zusätzlicher Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte noch vor Beginn der RRX-Bauarbeiten. Die Elektrifizierung der S7-Linie und ihre Verlängerung bis Düsseldorf bleiben weitere Prioritäten.
Um künftige Störungen zu verringern, plädiert die Partei für eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik. Gleichzeitig wird eine bessere Koordinierung von Bahnbauprojekten angemahnt, um Verspätungen und Unannehmlichkeiten für Fahrgäste zu minimieren.
Die Grünen betonen, dass ein sicheres, zuverlässiges und attraktives Schienennetz entscheidend ist, um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Ihre Vorschläge konzentrieren sich auf langfristige Verbesserungen der Infrastruktur und der Servicequalität – Maßnahmen, die einen reibungsloseren und effizienteren Reiseverkehr in der gesamten Region gewährleisten sollen.
