16 April 2026, 04:03

Grüner Stahl aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ durch Wasserstoff-Technologie

Liniendiagramm, das Australiens Stromerzeugung nach Quelle zeigt, wobei jeder Energietyp durch eine eindeutige Farbe dargestellt ist.

Grüner Stahl aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ durch Wasserstoff-Technologie

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grüne Stahlproduktion ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlherstellung um 90 Prozent zu senken. Bei Genehmigung soll das Werk ab 2029 jährlich Millionen Tonnen grünen Roheisen produzieren.

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Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und hängt von einer finalen Investitionsentscheidung ab. Nach Inbetriebnahme plant PGS, mithilfe von Wasserstoff aus einer neuen Elektrolyseuranlage jährlich sieben Millionen Tonnen grüne Eisenpellets herzustellen. Die Hälfte dieser Menge – 3,5 Millionen Tonnen – soll zu 2,5 Millionen Tonnen grünem Hot Briquetted Iron (HBI) weiterverarbeitet werden.

Die von Thyssenkrupp Nucera gelieferte Elektrolyseanlage wird eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt aufweisen. Sie setzt auf standardisierte scalum®-Module mit je 20 Megawatt Leistung, um den für die Stahlproduktion benötigten grünen Wasserstoff zu erzeugen. Die ersten Exporte der grünen Eisenprodukte sind für 2029 vorgesehen.

Langfristig strebt PGS eine deutliche Erweiterung der Anlage an. Das Ziel liegt bei einer jährlichen Produktion von 30 Millionen Tonnen direktreduktionsfähiger grüner Pellets und zehn Millionen Tonnen grünem HBI.

Sollte das Mid-West Green Iron-Projekt wie geplant voranschreiten, könnte es die Emissionen in der Stahlherstellung drastisch verringern. Mit einer CO₂-Reduktion von 90 Prozent im Vergleich zu konventionellen Methoden würde die Anlage auf die Elektrolyseur-Technologie von Thyssenkrupp Nucera setzen. Ob das Exportziel für 2029 erreicht wird, hängt von der finalen Genehmigung und den Bauzeitplänen ab.

Quelle