Heino gibt umstrittenes Solidaritätskonzert für Feuerwehrmann mit Extremismus-Vorwürfen
Lea HartmannHeino gibt umstrittenes Solidaritätskonzert für Feuerwehrmann mit Extremismus-Vorwürfen
Schlagerstar Heino trat in Bad Belzig auf – Solidaritätskonzert für Feuerwehrmann mit Rechtsextremismus-Vorwürfen
In Bad Belzig gab der Sänger Heino ein Konzert zur Unterstützung von Richard Münder, einem Feuerwehrmann, dem Sympathien für die rechtsextreme Szene vorgeworfen werden. Rund 800 Zuschauer, darunter viele Angehörige der Feuerwehr, feierten den 85-jährigen Künstler. Vor der Kulisse eines großen Bundesadlers in den Farben der deutschen Flagge entfachte der Auftritt Debatten über Patriotismus und politische Wahrnehmung.
Die Veranstaltung fand mitten in einer Kontroverse statt: Münder hatte die Vorwürfe, er vertrete rechtsextreme Positionen, entschlossen zurückgewiesen und sie als haltlos bezeichnet. Auch Heino, der in der Vergangenheit die SPD gewählt und ein Verbot der rechtspopulistischen AfD gefordert hatte, distanzierte sich klar von extremistischen Tendenzen. Sein Manager Helmut Werner betonte erneut, der Sänger stehe in keiner Verbindung zu rechtsextremer Ideologie.
Während des Konzerts wurde die erste Strophe des Deutschlandlieds gespielt – jenes 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gedichteten Liedes, das seit 1952 nur noch in der dritten Strophe die offizielle Nationalhymne ist. Münder erklärte später, dies sei ein Missverständnis gewesen.
Heinos politisches Image hat sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde ihm wegen seiner Nähe zu konservativen Politikern wie Franz Josef Strauß eine rechtstendenziöse Haltung vorgeworfen. Doch in den letzten Jahrzehnten hat er sich durch Cover moderner Popsongs und eine klare Abgrenzung von Extremismus als skurriler, aber harmloser Kultstar neu erfunden.
Das Konzert in Bad Belzig unterstrich Heinos anhaltende Popularität, warf aber auch erneut Fragen über den Umgang mit nationalen Symbolen auf. Während Münder jede Verbindung zu extremistischen Kreisen bestritt und Heino seit Langem rechtsextreme Politik ablehnt, sahen viele im Publikum den Auftritt vor allem als Zeichen der Solidarität – und weniger als politische Stellungnahme.






