17 June 2026, 20:02

Hellweg in der Krise: Baumarktkette beantragt Eigenverwaltung nach Millionenverlusten

Baumarktkette Hellweg beantragt Insolvenz

Hellweg in der Krise: Baumarktkette beantragt Eigenverwaltung nach Millionenverlusten

Hellweg meldet Eigenverwaltung: Baumarkt-Kette aus Dortmund stellt Insolvenzantrag

Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat beim Amtsgericht Essen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen sieht sich mit wachsenden finanziellen Belastungen konfrontiert und reagiert damit auf die anhaltende Krise im deutschen Heimwerkersektor, der seit Monaten mit rückläufigen Umsätzen kämpft.

Die finanziellen Probleme des Konzerns haben sich über einen längeren Zeitraum zugespitzt. Seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen verzeichnet Hellweg sinkende Verkaufszahlen. Im Jahr 2023 verbuchte das Unternehmen bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro.

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Steigende Bau- und Energiekosten sowie die anhaltende Inflation belasten die gesamte Branche. Die Umsätze im DIY-Sektor sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Folgejahr. Die Lage bei Hellweg verschärfte sich zusätzlich, als dem Unternehmen die Handelskrediversicherung entzogen wurde – ein Schritt, der letztlich die Insolvenzanmeldung erzwang.

Inzwischen hat ein Team von Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen. Rund 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bundesweit sind direkt betroffen; sie erhalten für drei Monate Insolvenzgeld. Im Rahmen des Verfahrens wird nun über die Zukunft des Unternehmens entschieden. Hellwegs wirtschaftliche Schwierigkeiten spiegeln dabei die grundsätzlichen Herausforderungen wider, vor denen der gesamte Baumarkt steht. Mitarbeiter und Gläubiger müssen nun abwarten, wie sich die Restrukturierungsbemühungen entwickeln.

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