Henkel erhöht Preise erneut: Warum Persil und Pril teurer werden
Henkel hat eine weitere Runde von Preiserhöhungen für seine Haushaltsprodukte angekündigt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten durch den Iran-Konflikt, der die Ausgaben für Materialien und Logistik in die Höhe treibt. Verbraucher müssen sich bald auf höhere Preise für Marken wie Persil, Pril und Schwarzkopf-Haarpflege einstellen.
Das Unternehmen, das die Hälfte seines Umsatzes mit Konsumgütern und die andere Hälfte mit Industrieklebstoffen erwirtschaftet, verzeichnete 2025 einen Rückgang der Gesamtverkäufe um 5 % auf 20,5 Milliarden Euro. Dennoch stieg der organische Umsatz um 0,9 %, unter anderem dank früherer Preiserhöhungen bei Produkten wie Waschmitteln, Spülmitteln und Haarpflegeartikeln. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte, dass weitere Anpassungen unvermeidlich seien, da die Kosten der Zulieferer weiterhin stiegen.
Weltweite Spannungen, darunter der Iran-Konflikt, haben Lieferketten gestört und die Ölpreise nach oben getrieben. BASF, ein großer Chemiezulieferer, prognostiziert einen Anstieg der Chemiekosten um 30 %, was den Druck auf die Hersteller erhöht. Zwar ist Henkel nicht besonders energieintensiv, doch höhere Ölpreise treiben dennoch die Produktions- und Transportkosten in die Höhe.
Knobel machte deutlich: Steigen die Kosten, müssen auch die Verbraucherpreise folgen. Das Unternehmen könne die finanzielle Belastung nicht allein tragen – die Kunden müssten daher mit höheren Ausgaben für Alltagsprodukte rechnen. Die jüngsten Preiserhöhungen betreffen ein breites Sortiment von Henkel-Produkten, von Waschmitteln bis hin zu Haarpflege.
Da die Zuliefererkosten stark steigen und keine Entspannung in Sicht ist, müssen sich Haushalte in Deutschland auf höhere Ausgaben für Grundgüter einstellen. Dieser Trend spiegelt die größeren wirtschaftlichen Belastungen wider, die mit globalen Konflikten und instabilen Lieferketten zusammenhängen.






