Henkel erhöht Preise wegen explodierender Kosten und sinkender Nachfrage
Amelie SchmidtHenkel erhöht Preise wegen explodierender Kosten und sinkender Nachfrage
Henkel kämpft mit steigenden Kosten, da Lieferanten und Logistikunternehmen ihre Preise erhöhen. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, sieht sich mit wachsenden Ausgaben konfrontiert – bedingt durch höhere Ölpreise, die sich auf Materialien und Transport auswirken. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte nun, dass weitere Preisanpassungen notwendig sein könnten, um diese Belastungen auszugleichen.
Die finanzielle Anspannung bei Henkel resultiert vor allem aus den indirekten Folgen der anhaltenden Krise. Explodierende Ölpreise haben die Kosten für Rohstoffe, Lieferketten und Logistik in die Höhe getrieben und zwingen das Unternehmen, höhere Ausgaben zu schultern. Trotz eines Umsatzes von rund 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 zeigt der jüngste Finanzbericht für die ersten drei Quartale 2023 einen Rückgang der Nachfrage nach seinen Kernprodukten, darunter Klebstofftechnologien und Schönheitspflege.
Der organische Umsatz sank in diesem Zeitraum um 2,2 %, wobei die Absatzmengen um 2,9 % zurückgingen – obwohl die Preise um 0,7 % stiegen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hebt Henkel die einzigartigen Vorteile seiner Produkte hervor, um weitere Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Marken wie Persil und Schwarzkopf, die für ihre starke Kundenbindung bekannt sind, könnten helfen, die Auswirkungen abzufedern.
Knobel äußerte die Hoffnung, dass sich der Konflikt, der die Krise antreibt, nicht bis zum Jahresende hinzieht. Da jedoch weniger als 20 % der Henkel-Belegschaft in Deutschland ansässig sind, bleiben die globalen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens anfällig für die anhaltende wirtschaftliche Instabilität.
Henkels Strategie zielt nun darauf ab, Kostendruck und Kundentreue in Einklang zu bringen. Das Unternehmen wird dort, wo nötig, weiter Preisanpassungen vornehmen und gleichzeitig auf die Stärke seiner Marken setzen, um Käufer zu halten. Vorerst hängt die finanzielle Performance davon ab, wie schnell sich die Nachfrage erholt und ob sich die Lieferkettenkosten stabilisieren.






