Intelligentes Glas soll Fenstertechnologie revolutionieren und Energie sparen
Amelie SchmidtIntelligentes Glas soll Fenstertechnologie revolutionieren und Energie sparen
Ein neues Projekt will die Fenstertechnologie revolutionieren: mit intelligentem Glas, das Lichteinfall und Wärme reguliert. Unter dem Namen SmartWin haben sich Forschungseinrichtungen und Industrieexperten zusammengeschlossen, um kostengünstige Lösungen zu entwickeln. Ziel ist es, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken – dieser macht derzeit fast 40 Prozent des Gesamtbedarfs aus.
Das SmartWin-Projekt wird von der SIONIC Smart Glass GmbH, einem Spezialisten für intelligente Verglasung, gemeinsam mit der FITT gGmbH, einer angewandten Forschungseinrichtung für technologische Transformation, vorangetrieben. Beteiligt sind außerdem die ALU-CON Fenster- und Fassadenkonstruktionen GmbH sowie das Zentrum für Angewandte Energieforschung (CAE), das an nachhaltigen, klimaneutralen Energiesystemen arbeitet.
Bisherige Versuche mit schaltbaren Sonnenschutzverglasungen scheiterten oft an hohen Produktionskosten. Um dieses Problem zu lösen, setzt das Team auf ein Roll-to-Roll-Fertigungsverfahren, das die Kosten deutlich senken soll. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).
Allein in Deutschland werden jährlich 15,5 Millionen Fenstereinheiten eingebaut – der potenzielle Markt für diese Technologie ist entsprechend groß. Die neuen Fenster könnten den Energiebedarf von Gebäuden deutlich reduzieren, insbesondere bei Immobilien mit großen Glasfassaden, wo die Klimatisierung besonders viel Strom verbraucht.
Das SmartWin-Projekt strebt eine bezahlbare, energieeffiziente Alternative zu herkömmlichen Verglasungen an. Durch die Kombination von Forschungskompetenz und industriellem Know-how wollen die Partner dynamische Smart Windows auf den Markt bringen. Bei Erfolg könnte die Technologie sowohl in Neubauten als auch bei Sanierungen flächendeckend eingesetzt werden.






