Jugendliche riskieren Leben auf Essener Bahnhofsgleisen – Bahnverkehr lahmgelegt
Lea HartmannJugendliche riskieren Leben auf Essener Bahnhofsgleisen – Bahnverkehr lahmgelegt
Zwei Jugendliche bei illegalem Aufenthalt auf Gleisanlagen des Bahnhofs Essen-West erwischt
Am 1. April drangen zwei Minderjährige auf das Gleisgelände des Bahnhofs Essen-West ein und lösten damit erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr aus. Die Polizei musste eingreifen. Die Behörden warnten anschließend vor den lebensgefährlichen Risiken, die mit dem Betreten von Bahnanlagen verbunden sind.
Bei den beiden Jugendlichen handelt es sich um einen 15-jährigen Syrer und einen 16-jährigen Deutschen, beide aus Bochum. Sie hatten die Gleise als Abkürzung genutzt und in der Nähe des Betriebsbereichs zudem ein Video gedreht. Die Beamten stellten sie umgehend und wiesen sie auf die tödlichen Gefahren ihres Handelns hin.
Gegen beide Minderjährige wurden nun Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet. Die Polizei betonte, dass Züge oft geräuschlos herannahen und Betroffenen keine Zeit zur Reaktion bleibt. Selbst Gegenstände am Bahnsteigrand können durch den Sog vorbeifahrender Züge mitgerissen werden.
Durch den Vorfall musste ein Gleisabschnitt vorübergehend gesperrt werden, was bis gegen 20 Uhr zu Verspätungen im Zugverkehr führte. Die Bundespolizei erinnerte daran, dass die Gefahren nicht nur von fahrenden Zügen ausgehen: Oberleitungen, Signalanlagen und andere betriebstechnische Einrichtungen bergen ebenfalls tödliche Risiken.
Den Jugendlichen drohen nun rechtliche Konsequenzen. Der Polizeieinsatz unterstrich einmal mehr die ständige Lebensgefahr auf Bahnanlagen. Die Behörden appellieren weiterhin dringend an die Bevölkerung, Gleise unter keinen Umständen zu betreten.






