Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen und baut europäisches Portfolio aus
Amelie SchmidtKlesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen und baut europäisches Portfolio aus
Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen. Mit dem Deal erweitert das Unternehmen seine europäischen Aktivitäten und übernimmt einen der größten Raffineriestandorte Deutschlands. Die Transaktion soll voraussichtlich bis Mitte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen.
Die Anlage in Gelsenkirchen ist der zweitgrößte Ethylen-Produzent Deutschlands. Sie verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und stellt mehr als 50 Produkte her, vor allem für die chemische Industrie. Am Standort sind derzeit etwa 2.300 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Kanzlei Clifford Chance beriet die Klesch Group bei der Übernahme. Nach dem Abschluss des Deals wird die Raffinerie zu ihrem bestehenden Portfolio gehören, zu dem bereits die Raffinerie Heide in Deutschland und die Raffinerie Kalundborg in Dänemark zählen. Letztere wurde 2022 von Equinor übernommen und markierte den ersten Raffineriestandort der Gruppe außerhalb Deutschlands.
Durch die Übernahme steigt die Gesamtzahl der Raffinerien der Klesch Group auf drei in zwei Ländern. Bevor der Deal im zweiten Quartal 2026 finalisiert wird, müssen jedoch noch die zuständigen Aufsichtsbehörden zustimmen. Der Standort Gelsenkirchen bleibt ein zentraler Lieferant für chemische Grundstoffe in Europa.






