22 March 2026, 14:03

Köln zeigt Flagge: Tausend Menschen demonstrieren gegen Rassismus und für Solidarität

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Banner halten, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Polen, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, was auf eine Protestaktion gegen Rassismus hindeutet.

Köln zeigt Flagge: Tausend Menschen demonstrieren gegen Rassismus und für Solidarität

Mehr als tausend Menschen gingen am Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung in Köln auf die Straße. Die vom Bündnis "Köln stellt sich quer" organisierte Demonstration zog bunte Fahnen und Schilder mit Botschaften wie "Herz statt Hass" durch die Stadt. Die Polizei hatte mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet, doch die endgültige Zahl blieb knapp über 1.000.

Der Protestzug startete am Südermannplatz und führte über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Besonders auffällig war ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly, der die rechtspopulistische AfD auf die Schippe nahm und in der Nähe des Zielpunkts für Aufmerksamkeit sorgte.

Die Teilnehmerzahl lag in diesem Jahr unter der jüngerer Antirassismus-Demonstrationen in Köln. In den vergangenen fünf Jahren zogen Veranstaltungen wie der KölnPride oder die Rhöndorfer Demo regelmäßig 10.000 bis 20.000 Menschen an, mit leicht steigenden Zahlen von 15.000 im Jahr 2023 auf 18.000 im Jahr 2025. Während Köln damit relativ stabil blieb, verzeichneten andere Großstädte Rückgänge: In Berlin sank die Teilnehmerzahl von 50.000 auf 30.000, in Hamburg von 25.000 auf 15.000. München blieb mit jährlich 12.000 bis 15.000 Teilnehmenden konstant.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Lokale Initiativen hatten im Vorfeld dazu aufgerufen, sich dem Marsch anzuschließen und den weltweiten Aktionstag gegen Rassismus mit Solidarität und Engagement zu begehen.

Die Kundgebung endete friedlich am Rudolfplatz, wo die Demonstrant:innen erneut Gleichberechtigung und ein Ende von Diskriminierung forderten. Zwar kleiner als frühere Veranstaltungen, doch unterstrich der Protest Kölns Tradition als Hochburg der aktiven Antirassismus-Bewegung. Veranstalter:innen und Teilnehmende betonten die Bedeutung anhaltenden öffentlichen Widerstands gegen Rassismus.

Quelle