Kplus-Gruppe beantragt Eigenverwaltung – Krankenhäuser vor Umbruch und Sanierung
Anna SchmittKplus-Gruppe beantragt Eigenverwaltung – Krankenhäuser vor Umbruch und Sanierung
Kplus-Gruppe beantragt Eigenverwaltung zur Sanierung am Amtsgericht Wuppertal
Von dem Schritt betroffen sind die Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft des Konzerns. Die Mitarbeiter wurden am Freitagmorgen über die Entscheidung informiert.
Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, warnt jedoch vor einer möglichen Insolvenz noch in diesem Jahr, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Um den Betrieb zu stabilisieren, werden die medizinischen Leistungen an den Standorten Haan und Hilden gebündelt. Die Fachabteilungen des Solinger Krankenhauses sollen bis Anfang nächsten Jahres dorthin verlegt werden.
Auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung zuständig ist, wird in das Schutzschirmverfahren einbezogen. Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Prozesses in voller Verantwortung. Die Rechtsanwälte Stefan Denkhaus und Friedemann Schade wurden als Sachwalter bestellt, um das Verfahren zu begleiten.
Ein detaillierter Sanierungsplan soll erarbeitet werden; erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits. Zur Unterstützung der Belegschaft übernimmt die Bundesagentur für Arbeit für drei Monate die Löhne und Gehälter während des Verfahrens. Nicht von der Restrukturierung betroffen sind das St.-Remigius-Krankenhaus, die Senioreneinrichtungen, ambulante Praxen, Therapiezentren sowie das Katholische Bildungszentrum in Haan.
Ziel der Sanierung ist es, die Zukunft der Gruppe zu sichern und eine Insolvenz abzuwenden. Dazu gehören die Konsolidierung der Dienstleistungen, Investorengespräche und die vorübergehende Lohnabsicherung. Das Verfahren wird unter rechtlicher Aufsicht durchgeführt, während der laufende Betrieb aufrechterhalten bleibt.






