06 June 2026, 18:03

Kreisverkehr-Umgestaltung in Ohligs: Lokale Stimmen werden ignoriert – und das sorgt für Zündstoff

Doppel Kreisel in Ohligs: Politik verweigert OWG-Rede im Kreistag

Kreisverkehr-Umgestaltung in Ohligs: Lokale Stimmen werden ignoriert – und das sorgt für Zündstoff

Pläne zur Umgestaltung eines doppelten Kreisverkehrs in Ohligs sorgen für Aufsehen – nach Ausschluss lokaler Stimmen

Die Umgestaltung eines doppelten Kreisverkehrs in Ohligs hat für Kontroversen gesorgt, nachdem lokale Vertreter zum Schweigen gebracht wurden. Die Ohligser Werbegemeinschaft (OWG), eine Bürgerinitiative, durfte bei einer Bezirksratssitzung zu den geplanten Änderungen nicht zu Wort kommen. Kritiker bemängeln, dass diese Entscheidung ein bedenkliches Vorbild für den Umgang mit Anwohnerbelangen im Bereich Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid setzt.

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat sich öffentlich gegen die Neugestaltung des Kreisverkehrs ausgesprochen. Ihrer Meinung nach ignorieren die Pläne das Potenzial für „mobile Begrünung“ – also die Möglichkeit, Pflanzen und Grünflächen auf wasserdurchlässigen Flächen anzulegen. Laut BfS sei diese Option vor der Genehmigung nicht ausreichend geprüft worden.

Während der Ratssitzung lehnte der Bezirksrat einen Antrag der BfS ab, das Verfahren auszusetzen und der OWG Gehör zu verschaffen. Michael Bender, Bezirksvertreter der BfS, kritisierte diesen Schritt als Bruch mit der üblichen Praxis in Solingens Gremien. Normalerweise erhalten Bürgerinitiativen wie die OWG die Möglichkeit, ihre Argumente vorzutragen.

Der Ausschluss der OWG markiert einen Wandel in der Art und Weise, wie politische Parteien mit den Anwohnern zusammenarbeiten. Während früher lokale Beteiligung gefördert wurde, deutet diese Ablehnung auf wachsende Spannungen zwischen Verwaltung und Bürgerschaft hin. Andere Fraktionen im Rat unterstützten jedoch die Umgestaltung und verwiesen darauf, dass damit ein zentrales Element des Ohligser Dorffestes entfalle.

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Die Entscheidung, ohne die Stellungnahme der OWG voranzuschreiten, wirft Fragen zur Transparenz und Bürgerbeteiligung auf. Der umgestaltete Kreisverkehr wird eine langjährige Attraktion des Festes verändern, während Bedenken hinsichtlich verpasster ökologischer Chancen unbeantwortet bleiben. Wie sich dieser Konflikt entwickelt, könnte künftige Interaktionen zwischen dem Bezirksrat und lokalen Gruppen prägen.

Quelle