28 March 2026, 12:04

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – ohne je zur Arbeit zu gehen

Schwarz-weißes Bild eines Kinderarbeitszeugnisses mit handgeschriebener Text.

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – ohne je zur Arbeit zu gehen

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen bezieht seit über 16 Jahren ohne ausreichende Begründung bezahltes Krankengeld. Nun ermitteln die Behörden gegen sie wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug, der sich auf die Jahre 2021 bis 2025 erstreckt. Im Rahmen der Untersuchungen wurde ihre Wohnung in Duisburg durchsucht; dabei beschlagnahmten die Ermittler Dokumente und digitale Geräte.

Die Lehrerin war zuletzt im Jahr 2009 regelmäßig im Schuldienst tätig. Seither reichte sie regelmäßig ärztliche Atteste ein, in denen psychische Erkrankungen bescheinigt wurden. Trotz ihrer Abwesenheit erhielt sie weiterhin ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen. Eine amtliche Überprüfung ihres Gesundheitszustands wurde während ihrer langen Krankschreibung jedoch nie veranlasst.

In dieser Zeit war sie berufliche als Heilpraktikerin im Bereich der Alternativmedizin aktiv. Die Ermittler prüfen nun, ob sie gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Landschaftsverbands Rheinland in Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten verletzt haben. Der Fall hat das Land zudem veranlasst, schärfere Kontrollen bei langandauernden oder wiederholten Krankschreibungen in Erwägung zu ziehen.

Seit 2010 gab es in Nordrhein-Westfalen keine weiteren bekannten oder laufenden Ermittlungen wegen gefälschter Krankschreibungen von Lehrkräften.

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Die Untersuchungen zu der langjährigen Abwesenheit der Lehrerin und ihren finanziellen Ansprüchen dauern noch an. Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr Anklagen wegen Betrugs und Pflichtverletzung im Amt. Der Fall hat bereits Diskussionen über eine Verschärfung der Regelungen für langfristige Krankschreibungen in der Region ausgelöst.

Quelle