Mehrwertsteuererhöhung 2024: Restaurantpreise steigen um weitere 12 Prozent
Amelie SchmidtMehrwertsteuererhöhung 2024: Restaurantpreise steigen um weitere 12 Prozent
In Deutschland drohen die Restaurantpreise erneut zu steigen, nachdem die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Beibehaltung der ermäßigten Mehrwertsteuersätze abgelehnt hat. Die Entscheidung bedeutet eine Steuererhöhung ab dem 1. Januar 2024, durch die sich die Kosten für Mahlzeiten um zusätzliche 12 Prozent erhöhen werden. Wirtschaftsvertreter warnen vor schweren Folgen für die Gastronomiebranche und darüber hinaus.
Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Restaurantessen war im Juni 2020 von der damaligen unionsgeführten Regierung eingeführt worden. Diese vorübergehende Maßnahme sollte die Branche in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unterstützen. Seither sind die Preise für Speisen in Restaurants bereits um 20 Prozent gestiegen.
Die aktuelle Ampelkoalition hat nun einen Oppositionsantrag blockiert, der den niedrigeren Steuersatz dauerhaft verankern wollte. Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Solinger Kreisverbands der Mittelstands- und Wirtschaftunion (MIT), kritisierte diesen Schritt scharf. Sie bezeichnete die geplante Steuererhöhung als „Katastrophe für die Unternehmen“ mit verheerenden Auswirkungen auf Gesellschaft, Staat und Gastronomie.
Trotz der Ablehnung forderte Steingruber die Koalition auf, ihre Haltung vor Inkrafttreten der Änderungen noch einmal zu überdenken.
Die Mehrwertsteuererhöhung tritt zum Jahreswechsel in Kraft und belastet eine Branche, die bereits mit steigenden Kosten zu kämpfen hat. Da die Restaurantpreise seit 2020 um ein Fünftel gestiegen sind, droht die jüngste Erhöhung sowohl Betriebe als auch Gäste noch stärker unter Druck zu setzen.






