24 June 2026, 20:02

Mevlüde Genç: Vom Opfer rechtsextremer Gewalt zur Symbolfigur für Frieden

Trauer in Solingen: Mevlude Genc ist im Alter von 79 Jahren verstorben

Mevlüde Genç: Vom Opfer rechtsextremer Gewalt zur Symbolfigur für Frieden

Mevlüde Genç wurde nach einem rechtsextremen Brandanschlag im Jahr 1993 zu einem Symbol für Widerstandskraft und Versöhnung. Bei der Tragödie verlor sie fünf Familienmitglieder, doch sie setzte sich fortan für Frieden und Toleranz ein. Für ihr Engagement erhielt sie breite Anerkennung, darunter die höchste zivile Auszeichnung Deutschlands.

Am 29. Mai 1993 kamen bei einem rechtsextremen Brandanschlag fünf Mitglieder der Familie Genç ums Leben. Die fünf Täter wurden später wegen Mordes zu Haftstrafen von 15 und 10 Jahren verurteilt. Mevlüde Genç’ Sohn Bekir überlebte den Anschlag, leidet jedoch bis heute unter schweren Verbrennungen, die er dabei erlitten hat.

Nach der Tat nahm Genç die deutsche Staatsbürgerschaft an und widmete ihr Leben der Förderung von Versöhnung. Ihr Einsatz für Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt fand Bewunderung bei Prominenten. Der damalige Bundespräsident Johannes Rau würdigte zum zehnten Jahrestag des Anschlags den Aufruf der Familie zur Einheit.

1996 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz für ihren Kampf gegen Rassismus. Nordrhein-Westfalen ehrte sie 2018 mit der Einführung der Mevlüde-Genç-Medaille. Politiker wie Armin Laschet und Sebastian Haug äußerten öffentlich ihren tiefen Respekt für ihr Wirken. Iris Preuß-Buchholz beschrieb sie als eine Frau, die ihr Leben der friedlichen Koexistenz gewidmet habe.

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Mevlüde Genç’ Vermächtnis lebt weiter – durch Auszeichnungen, Medaillen und die nachhaltige Wirkung ihres Engagements. Ihre Geschichte bleibt ein Zeugnis von Mut angesichts von Hass. Die Anerkennung, die ihr zuteilwurde, spiegelt ihr lebenslanges Bemühen um Versöhnung und Gerechtigkeit wider.

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