19 March 2026, 12:03

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für christlich-jüdischen Dialog

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City, das Treppen, Geländer, Säulen, eine Tür und eine Wand zeigt.

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für christlich-jüdischen Dialog

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit Vorstandsmitgliedern der Vereinigung. Zupancic betonte dabei erneut ihr Engagement für die Bewahrung des jüdischen Erbes und die Bekämpfung von Antisemitismus in der Stadt.

Das Zusammentreffen markierte den Beginn von Zupancics formeller Unterstützung für die Gesellschaft. An der Veranstaltung nahmen auch Vorstandsmitglieder teil, darunter der evangelische Vorsitzende Martin Behnisch-Wittig. Er beschrieb die Entwicklung der Gruppe als organisch gewachsen, verwurzelt in lokalen Bemühungen um den Dialog zwischen den Religionen.

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Im Rahmen des Treffens stellte die Gesellschaft eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vor. Die Publikation beleuchtet die wenigen noch vorhandenen Zeugnisse der jüdischen Geschichte Moers' und gibt Einblicke in die frühe Rolle der Gemeinde in der Stadt. Die Broschüre ist ab sofort für drei Euro in öffentlichen Gebäuden in Moers erhältlich.

Die Gesellschaft pflegt enge überregionale Kontakte, die auch dazu beitrugen, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers zu holen. Zu den bisherigen Trägern zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, die für ihr Wirken in den christlich-jüdischen Beziehungen ausgezeichnet wurden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung jüngerer Generationen – hier engagieren sich die Vorstandsmitglieder Daniel Schirra und Julian Müller besonders in Schulkooperationen.

Die Broschüre schafft eine greifbare Verbindung zur jüdischen Vergangenheit Moers', während die Gesellschaft ihre Aufklärungsarbeit fortsetzt. Mit der Unterstützung der Bürgermeisterin sollen die Bildungs- und Erinnerungsinitiativen weiter ausgebaut werden. Durch ihre Netzwerke und Projekte hält die Vereinigung die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben und seiner Geschichte in der Stadt lebendig.

Quelle