Mönchengladbachs Gründungsboom 2025: Wie Senioren-WGs und Start-ups die Stadt verändern
Anna SchmittMönchengladbachs Gründungsboom 2025: Wie Senioren-WGs und Start-ups die Stadt verändern
Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 einen Anstieg bei Unternehmensgründungen – auch Mönchengladbach profitierte vom Trend
Nordrhein-Westfalen erlebte 2025 einen Zuwachs bei Neugrundungen von Unternehmen. Diese Entwicklung zeigte sich auch in Mönchengladbach, wo die unternehmerische Aktivität zunahm. Zu den neuen Vorhaben zählt etwa Senioren-WG mit Herz von Hannah Kramer, ein Unternehmen, das innovative Wohnlösungen für Senioren anbietet.
Im Jahr 2025 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 144.191 neue Unternehmen angemeldet – ein Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mönchengladbach trug zu diesem Wachstum bei: 2.464 Bürgerinnen und Bürger machten sich selbstständig, während 1.973 ihre Betriebe schlossen. Insgesamt stieg die Zahl der Unternehmen in der Stadt damit um 491.
Auch im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein nahm die Zahl der Gründungen um 10 Prozent zu und erreichte 11.024 im Jahr 2025. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, betonte die Notwendigkeit schnellerer, digitaler und weniger bürokratischer Prozesse, um jungen Unternehmerinnen und Unternehmern den Start zu erleichtern. Die IHK unterstützt Gründungswillige unter anderem durch die Start-up-Beraterin Stephanie Efertz, die angehende Betriebsinhaberinnen und -inhaber begleitet.
Hannah Kramer gründete in Mönchengladbach Senioren-WG mit Herz, um Senioren bei der Bildung privater, gemeinschaftlich organisierter Wohngemeinschaften zu unterstützen. Ihr Unternehmen verbessert durch ein Partnernetzwerk die Lebensqualität älterer Menschen. Zudem initiierte sie das Netzwerk Good Soul, das Senioren und ihre Angehörigen fördert. Das Unternehmen spezialisiert sich auf gemeinschaftliche Wohnkonzepte und soziale Betreuungsangebote für ältere Menschen.
Der Anstieg der Gründungsaktivitäten spiegelt einen wachsenden Unternehmergeist in der Region wider. Initiativen wie die von Hannah Kramer zeigen, wie neue Geschäftsmodelle gesellschaftliche Bedürfnisse aufgreifen können. Die IHK setzt sich weiterhin für bessere Rahmenbedingungen ein, um diese positive Entwicklung zu stärken.






