Neue Hoffnung im Mordfall Zeynep: Polizei setzt nach 39 Jahren auf moderne Forensik
Anna HuberErmittler nehmen 39 Jahre alten Kriminalfall wieder auf: Fünfjährige tot - Neue Hoffnung im Mordfall Zeynep: Polizei setzt nach 39 Jahren auf moderne Forensik
Die Polizei hat den ungelösten Mord an der fünfjährigen Zeynep I. wiederaufgenommen, die 1986 in Neuenrade getötet wurde. Der Fall, der nun neu untersucht wird, zählt zu den rätselhaftesten im Märkischen Kreis. Nach 39 Jahren setzen die Behörden moderne forensische Methoden ein, um neue Spuren zu finden.
Zeynep wurde mit Stichwunden am Hals tot in der Nähe des Elternhauses aufgefunden. Trotz jahrzehntelanger Ermittlungen konnte der Täter nie identifiziert werden. Die Polizei geht nun von einem möglicherweise sexuell motivierten Verbrechen aus.
Die Ermittlungen führen die Hagener Polizei und die Staatsanwaltschaft. Die Beamten setzen fortschrittliche Techniken ein, darunter Next-Generation-Sequencing (NGS) zur DNA-Analyse, genetische Genealogie zur Rückverfolgung unbekannter Personen sowie digitale Nachbearbeitung alter Tatortfotos. Mit diesen Methoden hoffen sie, bisher übersehene Beweise zu entdecken.
Die Behörden haben zudem eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Um die Bevölkerung zur Mitarbeit zu motivieren, wird der Fall Ende November in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst vorgestellt. Die Ermittler schätzen die Chancen, den Fall aufzuklären, nun deutlich höher ein.
Die erneute Untersuchung verbindet modernste Forensik mit öffentlichen Aufrufen zur Hilfe. Belohnung und Medienpräsenz sollen neue Ansätze in einem Fall liefern, der seit fast vier Jahrzehnten ungelöst bleibt. Die Behörden konzentrieren sich weiterhin darauf, den Verantwortlichen für Zeyneps Mord zu überführen.






