Neues Online-Tool soll Sportvereine vor Missbrauch schützen – 600 Vereine testen es jetzt
Amelie SchmidtNeues Online-Tool soll Sportvereine vor Missbrauch schützen – 600 Vereine testen es jetzt
Ein neues Werkzeug soll Sportvereinen helfen, sexuellen Missbrauch zu verhindern. Entwickelt vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen, unterstützt der "Schutzkonzept-Generator" Vereine dabei, Risiken zu erkennen und klare Sicherheitsstandards festzulegen. Rund 600 Vereine werden das System in Kürze testen.
Das Online-Tool funktioniert wie ein Fragebogen und führt die Vereine schrittweise durch zentrale Schutzmaßnahmen. Es zeigt mögliche Gefahrenbereiche auf – etwa Umkleidekabinen oder Einzeltrainingsstunden – mithilfe einer visuellen Karte. So können die Vereine Risiken frühzeitig identifizieren und Gegenmaßnahmen ergreifen.
Der Generator bietet ein Grundgerüst mit Leitlinien und Mindeststandards. Er rät etwa davon ab, dass Trainerinnen oder Trainer mit nur einem Kind allein unterwegs sind, und enthält praktische Tipps, um Missbrauchsmöglichkeiten von vornherein zu verringern.
Lara ter Veer vom Landessportbund betonte, wie wichtig es sei, Risiken bewusst anzuerkennen: "Sexuelle Gewalt kann überall vorkommen – auch in den eigenen Vereinsräumen." Das Tool solle sensibilisieren und schädliches Verhalten bereits im Vorfeld verhindern.
Der Schutzkonzept-Generator wird zunächst von 600 Vereinen erprobt. Er bietet eine strukturierte Methode, um den Kinderschutz im Sport zu bewerten und zu verbessern. Ziel ist es, durch die Beseitigung hochriskanter Situationen und klare Regeln ein sicheres Umfeld für Kinder und Jugendliche zu schaffen.






