NRW erlebt besorgniserregenden Höchststand bei rechtsextremen Straftaten im Jahr 2025
Anna HuberNRW erlebt besorgniserregenden Höchststand bei rechtsextremen Straftaten im Jahr 2025
Nordrhein-Westfalen verzeichnet drastischen Anstieg rechtsextremer Straftaten – 2025 erreicht höchsten Stand seit 2001
In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Zahl rechtsextremer Straftaten einen besorgniserregenden Höchststand erreicht. Wie aktuelle Zahlen zeigen, wurden 2025 mit 6.268 Delikten so viele Vorfälle registriert wie seit 2001 nicht mehr – ein Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders alarmierend: Die Daten belegen deutliche Zunahmen bei Gewaltverbrechen, antisemitischen Vorfällen und Diskriminierung im gesamten Bundesland.
Laut dem jüngsten Bericht nimmt die rechtsextreme Aktivität seit Jahren kontinuierlich zu. Allein 2025 stieg die Zahl der erfassten Straftaten von 5.641 auf 6.268 – im Schnitt 17 Delikte pro Tag. Besonders dramatisch entwickelte sich die Gewaltkriminalität: Hier gab es einen Anstieg um 24 Prozent, von 154 auf 191 Fälle.
Ein besonderer Brennpunkt ist Mönchengladbach, das zu den zehn Kommunen mit den meisten rechtsextremen Straftaten zählt. In der Stadt verdoppelten sich die Fallzahlen nahezu, von 78 im Jahr 2024 auf 139 im Jahr 2025. Die Grünen-Politikerin Lena Zingsheim-Zobel, Landtagsabgeordnete aus Mönchengladbach, übt öffentlich scharfe Kritik an dieser Entwicklung.
Doch nicht nur rechtsextreme Gewalttaten nehmen zu: Auch andere Hasskriminalität verschärft sich. Antisemitische Straftaten stiegen um 13 Prozent auf 786 Vorfälle. Delikte wegen sexueller Orientierung nahmen um 27 Prozent zu – von 203 auf 257 Fälle. Anti-Roma-Vorfälle erhöhten sich sogar um 47 Prozent, von 30 auf 44 registrierte Taten.
Die Landtagsfraktion der Grünen beobachtet diese Trends bereits seit Jahren. Seit 2011 fordert sie jährliche Aufschlüsselungen zu politisch rechts motivierter Kriminalität. Die Zahlen für 2025 bestätigen nun den besorgniserregenden Aufwärtstrend rechtsextremer Aktivitäten in NRW. Angesichts steigender Gewaltdelikte, Hasskriminalität und regionaler Brennpunkte wächst der Druck auf die Behörden, gegenzusteuern. Die Daten unterstreichen die Notwendigkeit einer lückenlosen Beobachtung und gezielter Gegenmaßnahmen.






