NRW rettet Sprachförderung in Kitas nach Bundes-Stopp mit Millionenhilfe
Anna HuberNRW rettet Sprachförderung in Kitas nach Bundes-Stopp mit Millionenhilfe
Nordrhein-Westfalen springt ein und finanziert das „Sprach-Kita“-Programm – nach dem Aus der Bundesförderung
Nach dem Ende der Bundesmittel übernimmt Nordrhein-Westfalen die Finanzierung des „Sprach-Kita“-Programms. Die schwarz-grüne Landesregierung trägt die Kosten vom 1. Juli bis zum 31. Dezember. Damit bleibt die frühe Sprachförderung für die Kinder gesichert, die sie am dringendsten benötigen.
Die Bundesregierung hatte das Programm zuvor unterstützt, die Förderung jedoch zum 30. Juni 2023 eingestellt. Eine sechsmonatige Übergangsphase deckte die erste Jahreshälfte ab. Ohne das Eingreifen des Landes wären über 1.300 Kitas in Nordrhein-Westfalen in eine Finanzierungslücke geraten.
Jede teilnehmende Einrichtung erhält Mittel für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle zur Sprachförderung. Allein in Solingen profitieren sieben Kitas von dieser Förderung. Die Entscheidung des Landes stellt sicher, dass diese Einrichtungen ihre zusätzlichen Fachkräfte bis Ende 2023 behalten können.
Ein CDU-Vertreter lobte den Schritt als „entscheidend für die Zukunftschancen der Kinder“. In der Region wachsen 30 Prozent der Kita-Kinder in Haushalten auf, in denen nicht hauptsächlich Deutsch gesprochen wird. Die gezielte Förderung hilft ihnen, frühzeitig wichtige Sprachkompetenzen zu entwickeln.
Die Landesmittel sichern das Programm für die zweite Jahreshälfte. Die sieben Solinger Einrichtungen können ihre Fachkräfte halten, und über 1.300 „Sprach-Kitas“ in ganz Nordrhein-Westfalen bieten weiterhin die dringend benötigte Sprachförderung an.
