NRW verliert seine Schwimmbäder – doch wer rettet die Kinder vor dem Ertrinken?
Anna HuberNRW verliert seine Schwimmbäder – doch wer rettet die Kinder vor dem Ertrinken?
Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen verfallen – Politik fordert dringend Gegenmaßnahmen
In ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) verfallen Schwimmbäder zusehends, viele müssen für immer schließen. Der Rückgang der Badeeinrichtungen sorgt für Besorgnis – besonders vor dem Hintergrund, dass Ertrinkungstote in Deutschland nach wie vor ein ernstes Problem darstellen. Nun fordert die politische Vereinigung JUNGE FREIE WÄHLER NRW (JFW NRW) von Bund und Land schnelles Handeln.
Im Jahr 2023 ertranken in Deutschland 378 Menschen, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Experten führen dies vor allem auf mangelnde Schwimmfähigkeiten zurück: Rund jedes fünfte Grundschulkind in NRW kann nicht schwimmen. Fehleinschätzungen der eigenen Fähigkeiten und ein begrenzter Zugang zu Schwimmkursen verschärfen die Situation zusätzlich.
Gleichzeitig leiden viele Bäder in NRW unter jahrelanger Unterfinanzierung. Einige wurden bereits dauerhaft geschlossen, andere arbeiten mit starken Einschränkungen. Derzeit gibt das Land fünf Millionen Euro für fünf containerbasierte Mini-Schwimmbäder aus – eine Lösung, die die JFW NRW als unzureichend und nicht zukunftsfähig kritisiert.
Die Gruppe übt scharfe Kritik an den Haushaltsentscheidungen und verweist darauf, dass die Bundesregierung 2020 rund 20 Millionen Euro für Fahrradwege in Peru bereitstellte. Stattdessen, so die Forderung, müssten Gelder in die Sanierung und Modernisierung der heimischen Schwimmbadinfrastruktur fließen. Die JFW NRW drängt die Landesregierung in NRW nun, Verantwortung zu übernehmen und in nachhaltige Lösungen zu investieren.
Der Appell für besser erhaltene Schwimmbäder kommt zu einer Zeit, in der Ertrinken nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle bei Kindern und jungen Erwachsenen ist. Ohne verbesserte Einrichtungen und mehr Schwimmkurse wird sich das Problem kaum entschärfen lassen. Die JFW NRW besteht darauf, dass sowohl Bund als auch Land handeln müssen, um weitere Schließungen zu verhindern und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.






