07 June 2026, 04:04

Ohligs streitet über gerechte mehrsprachige Beschilderung am Marktplatz

BfS: Zusatzschild für Ohligs-Marktplatz - Richtig und Falsch signalisieren

Ohligs streitet über gerechte mehrsprachige Beschilderung am Marktplatz

Streit um mehrsprachige Beschilderung im Solinger Stadtteil Ohligs nimmt neue Wendung

Die Debatte über mehrsprachige Hinweisschilder im Solinger Stadtteil Ohligs hat eine unerwartete Entwicklung genommen. Die SPD-Fraktion hatte vorgeschlagen, am Ohligser Markt ein zusätzliches Schild ausschließlich auf Italienisch anzubringen – ein Vorhaben, das auf Kritik stieß, da es eine einzelne Gemeinschaft bevorzugt hätte. Nun hat das Bündnis für Solingen (BfS) einen alternativen Vorschlag unterbreitet, der alle lokalen Gruppen gleichberechtigt einbezieht.

Der ursprüngliche SPD-Plan zielte darauf ab, die italienische Bevölkerung des Stadtteils durch ein zweisprachiges Schild zu würdigen. Kritiker warfen der Partei jedoch vor, mit der Fokussierung auf nur eine Gruppe gegen das langjährige Prinzip der Gleichbehandlung in Ohligs zu verstoßen. Nach den geäußerten Bedenken zog die SPD ihren Antrag schließlich zurück.

Das BfS reagierte mit dem Vorschlag eines künstlerisch gestalteten Schildes, das die Sprachen aller im Stadtteil vertretenen Gemeinschaften berücksichtigt. Michael Bender, BfS-Bezirksvertreter, begrüßte den Rückzug der SPD und betonte erneut die Bedeutung einer fairen Behandlung aller Gruppen. Zudem regte er an, die bestehende Informationsstele am Ohligser Marktplatz für die mehrsprachige Beschilderung zu nutzen.

Bender unterstrich, dass der Stadtteil dann am besten gedeihe, wenn alle gleichberechtigt mitwirken könnten. Die BfS-Vorschläge böten nun einen Weg, der alle Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen wertschätze, so der Politiker. Sein abschließender Appell – „Wir gestalten unseren Stadtteil gemeinsam – niemand mehr, niemand weniger“ – machte deutlich, wie wichtig ihm Einheit im Entscheidungsprozess ist.

Da der SPD-Plan für ein rein italienisches Schild vom Tisch ist, steht nun die inklusive Alternative des BfS zur Diskussion. Wird der Vorschlag angenommen, würde das neue Schild die Vielfalt des Stadtteils widerspiegeln, ohne eine bestimmte Gruppe zu bevorzugen. Die Entscheidung wird zeigen, wie der Ohligser Markt seine Bewohner künftig repräsentiert.

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