Open-Source-Software übertrifft proprietäre Lösungen in Sachen Sicherheit – neue Studie überrascht
Anna HuberOpen-Source-Software übertrifft proprietäre Lösungen in Sachen Sicherheit – neue Studie überrascht
Eine neue Studie stellt die Annahme infrage, dass proprietäre Software grundsätzlich sicherer ist als Open-Source-Alternativen. Die unter dem Titel „Vergleichende Studie zur Sicherheit von Open-Source- und proprietärer Software“ veröffentlichte Untersuchung wurde von der Open Source Business Alliance (OSBA) herausgegeben und von der Universität Bonn durchgeführt.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die traditionelle Trennung zwischen Open-Source- und proprietärer Software zunehmend verschwimmt. Sie betont schnellere Fehlerbehebungen, nutzergesteuerte Patches und Transparenz als zentrale Vorteile von Open-Source-Lösungen. Diese Faktoren ermöglichen eine bessere Sicherheitsüberprüfung im Vergleich zu Closed-Source-Systemen.
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilt diese Einschätzung. Die Behörde stuft Open-Source-Software als mindestens ebenso sicher ein wie proprietäre Angebote. Allerdings verweist die Studie auch auf Bedenken hinsichtlich Support und Dokumentation bei Open-Source-Projekten.
Proprietäre Software bietet nach wie vor Vorteile, etwa eingeschränkte Änderungen am Quellcode und planbare Kosten. Um die Sicherheit in der Open-Source-Entwicklung zu verbessern, empfiehlt der Bericht die Einführung von Best Practices und passenden Werkzeugen. Zudem schlägt er vor, spezifische Kennzahlen zu nutzen, um die Gesundheit von Open-Source-Projekten und ihren Ökosystemen zu bewerten.
Die Ergebnisse zeigen, dass Open-Source-Software proprietäre Alternativen in puncto Sicherheit erreichen oder sogar übertreffen kann. Die Studie liefert praktische Handlungsempfehlungen für Entwickler und Organisationen, die darauf abzielen, das Vertrauen und die Zuverlässigkeit von Open-Source-Lösungen zu stärken.






