18 April 2026, 06:04

Peter Pilz fordert Neuaufklärung im mysteriösen Tod von Christian Pilnacek

Offenes Buch mit einer Illustration einer Gerichtsszene, das eine Diskussion unter Menschen zeigt, und einer zentralen Seite mit Text und Bildern.

Peter Pilz fordert Neuaufklärung im mysteriösen Tod von Christian Pilnacek

Der ehemalige Politiker Peter Pilz hat ein zweites Buch zur Aufklärung des Todes von Christian Pilnacek veröffentlicht, einem prominenten österreichischen Juristen. Die Buchpräsentation, moderiert vom Ex-"Profil"-Journalisten Michael Nikbakhsh, zog hochkarätige Gäste an, darunter den früheren Vizekanzler Werner Kogler sowie Fraktionsvorsitzende verschiedener Parteien. Pilz nutzte die Veranstaltung, um sowohl die Behörden als auch die Medien für ihren Umgang mit dem Fall zu kritisieren.

Das unter dem Titel "Spuren im Schlamm" erschienene Werk untersucht ungekärte Details rund um Pilnaceks Tod. Pilz verweist dabei auf Widersprüche – etwa den Schlamm an der Hose des Juristen – und fordert eine 3D-Rekonstruktion des Tatorts, um die genauen Umstände zu klären. Zudem warf er der Staatsanwaltschaft Wien und ihrem Leiter, Johann Fuchs, vor, ihn wiederholt ohne Grund ins Visier genommen zu haben.

Während der Veranstaltung zeigte Pilz ein Video, in dem Andreas Hanger Pilnaceks ehemalige Freundin Karin Wurm als seine "Lebensgefährtin" bezeichnet – eine Aussage, die zuvor durch eine gerichtliche Verfügung unterbunden worden war. Darüber hinaus behauptete er, Whistleblower würden systematisch verfolgt, während eigentliche Straftäter straffrei blieben.

Nikbakhsh, der die Diskussion leitete, räumte offen ein, in der Vergangenheit für Medien im Besitz der Raiffeisen-Gruppe tätig gewesen zu sein. Unter den Zuhörern befanden sich politische Persönlichkeiten wie Kai Jan Krainer, Sophie Wotschke und Nina Tomaselli – ein Zeichen für das anhaltende öffentliche Interesse am Fall. Pilz übt scharfe Kritik an den österreichischen Medien und stellt infrage, ob es unabhängigen Investigativjournalismus überhaupt noch gebe.

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Die Buchpräsentation hat die Debatte um Pilnaceks Tod und das Vorgehen österreichischer Institutionen neu entfacht. Mit seiner Forderung nach einer erneuten Untersuchung sowie seiner scharfen Kritik an Staatsanwälten und Journalisten sorgt Pilz dafür, dass die Kontroverse weiter schwelt. Die prominente Besetzung der Veranstaltung unterstreicht, dass der Fall nach wie vor im Fokus der politischen und öffentlichen Aufmerksamkeit steht.

Quelle