Raab und Schöneberger verwandeln Quizshow in ein nostalgisches Chaos-Spektakel
Amelie SchmidtRaab und Schoeneberger sind das Duo mit dem Doppelknall - Raab und Schöneberger verwandeln Quizshow in ein nostalgisches Chaos-Spektakel
Die neueste Folge der Quizshow Wer weiß schon, wann was war? bot einen Abend voller Chaos und Nostalgie. Moderatoren Stefan Raab und Barbara Schöneberger sorgten mit überdrehten Kostümen und kaum unterdrücktem Kichern für ständige Lacher. Die Sendung war gespickt mit skurrilen Momenten – von retro-mäßigem Sexismus in alten Verkehrserziehungsfilmen über Schlumpf-Wissen bis hin zu Märchen-Verwirrung.
Los ging es mit Raab als Ken, komplett mit einer übertriebenen Prothese für einen komischen Überbiss, der zusammen mit Schöneberger Barbie Girl performte. Ihr spielerisches Geplänkel und der Kampf, ernst zu bleiben, setzten den Ton für den Abend.
Das Team der Über-60-Jährigen, Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen, stolperte bei einer Frage zum DEFA-CSSR-Film Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Der Märchenklassiker von 1973 mit dem tschechischen Schauspieler Pavel Travnicek als Prinz wurde dank Karel Svobodas unvergesslicher Filmmusik zu einem Weihnachtsstandard in Ost und West. Sophia Thomalla verriet unterdessen, ihre Mutter habe sich in ihren Vater verliebt, weil er dem Prinzen aus demselben Film ähnelte.
Ein Ausschnitt aus Der 7. Sinn zeigte peinlich berührende Verkehrssicherheits-Theorien der 1960er- und 70er-Jahre, gespickt mit ungeniertem Sexismus. Das Publikum stöhnte, als veraltete Klischees über Fahrerinnen über den Bildschirm flimmerten.
In einer anderen Runde lagen sowohl der ehemalige Radprofi Jan Ullrich als auch Schauspieler Hans Sigl falsch, als sie raten sollten, wen Boris Becker 1985 im Wimbledon-Finale besiegte. Die Show streifte auch popkulturelle Kuriositäten, etwa dass Gargamel in den 1960ern die erste weibliche Schlümpfin, Schlumpfine, erschaffen hatte.
Der Höhepunkt der Absurdität war eine Erinnerung an Jens Lehmanns Weltcup-Streich von 2006 – seinen heimlich im rechten Socken versteckten Zettel mit Elfmeterschützen-Tipps während des Spiels Deutschland gegen Argentinien.
Die Folge hinterließ ein Publikum, das über die Mischung aus Nostalgie, Wissenslücken und schierem Blödsinn lachte. Von Märchen-Schwärmereien über Schlumpf-Geschichte bis zu retro-mäßigem Sexismus bewies die Sendung einmal mehr, dass Wer weiß schon, wann was war? von Unberechenbarkeit lebt. Die Kombination aus Humor und Chaos sorgte dafür, dass niemand ohne ein Grinsen den Fernseher ausschaltete.






