17 April 2026, 14:09

Rassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen eskaliert gewaltsam

Menschen in einer Warteschlange an einem Bahnhofsschalter mit Pfosten, Bändern, Informationsschildern, Deckenleuchten und Treppen mit Geländern.

Rassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen eskaliert gewaltsam

Ein 42-jähriger Nigerianer hat am Donnerstagnachmittag am Bahnhof Gelsenkirchen-Rotthausen einen Zugbegleiter während einer Ticketkontrolle angegriffen. Der Vorfall, bei dem der Mitarbeiter verletzt wurde, wird nun von der Polizei strafrechtlich untersucht.

Die Auseinandersetzung begann, als der 31-jährige Zugbegleiter das Ticket des Mannes in der S2-Linie prüfte. Zwar besaß der Fahrgast ein gültiges Deutschlandticket, ihm fehlte jedoch der zusätzliche Fahrradzuschlag, der für die Mitnahme seines Rades erforderlich ist. Als der Mitarbeiter ihn darauf hinwies, wurde der Mann aggressiv, beschimpfte ihn rassistisch und riss ihm das Ticket aus der Hand.

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Die Situation spitzte sich zu, als der Zugbegleiter versuchte, die Lage zu beruhigen. Der 42-Jährige stellte sich drohend vor den Mitarbeiter, schlug ihm nach einem Rückstoß ins Gesicht und biss ihn während des Handgemenges zudem in den Arm und den Rücken.

Gegen 14:15 Uhr alarmierte die Leitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei. Die Beamten sicherten am Tatort die Videoaufnahmen aus dem Zug als Beweismaterial und leiteten Ermittlungen wegen Körperverletzung ein. Der verletzte Zugbegleiter wurde zur Behandlung mehrerer Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Dem 42-Jährigen droht nun eine Anklage wegen Körperverletzung. Die Polizei wertet weiterhin die Beweise aus, darunter die Videoaufzeichnungen aus dem Zug. Der angegriffene Mitarbeiter befindet sich nach wie vor in ärztlicher Behandlung.

Quelle